Die Bürogemeinschaft besteht (bisher) aus:

d.construction.site.

Die Medienwerkstatt d.construction.site. ist dabei im E.K.H. ein Büro mit Computerarbeitsplätzen und entsprechendem Equipment aufzubauen. Ziel ist es einerseits das Wissen der an dem Projekt beteiligten MedienaktivistInnen, was die Produktion von Web-, Video- und Audioinhalten betrifft, zu sammeln und in gemeinsamen Projekten umzusetzen. Andererseits wollen wir auch ein - möglichst niedrigschwellig nutzbares - Angebot (in Form von Kursen, Workshops usw.) auf die Beine stellen, um unser Wissen an Personen zu vermitteln, die sonst, auf Grund verschiedenster sozialer und/oder ökonomischer Barrieren, oftmals nicht den nötigen Zugang zu entsprechenden Produktionsmitteln haben, oder aber an Menschen die einfach " nur" interessiert sind.

Revolution macht glücklich. Jetzt organisieren!

Netzwerke und autonome Knotenpunkte sind Bestandteil der gegenwärtigen kapitalistischen Gesellschaft. Es ist an der Zeit gemeinsam darüber nachzudenken, wie wir diese relative Autonomie im Sinne emanzipatorischer Veränderungsprozesse ausnützen können. Orientieren wollen wir uns an den emanzipatorischen Momenten der gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklung, die weder repräsentierbar noch delegierbar sind. Wir wenden uns damit auch gegen identitäre Zuschreibungen sowie gegen alles, was Menschen ausbeutet, unterdrückt und erniedrigt. Lustbetontes Handeln und die Frage nach den Emanzipationspotenzialen darin sollen dabei als Maßstab jeglicher verbindlicher Organisierung dienen.

Wie? Vielleicht in Form eines solidarischen Netzwerks mit plenarer Koordination, autonomen Arbeitsgruppen und gemeinsamen politischen Aktivitäten. Aber ohne " Glaubensbekenntnis" : Denn das Propagieren bestimmter Wundermittel - von " demokratischem Zentralismus" bis zu " eherner" Programmatik " führt nicht zufällig zu internen Grabenkämpfen und autoritären Mustern. Im Gegensatz dazu sollte eine Organisierung von den alltäglichen Erfahrungen und der relativen Zeit- und Handlungsautonomie aller an ihr Beteiligten ausgehen. Zum Austausch der jeweiligen Erfahrungen und Vorstellungen sehen wir einem behutsamen Umgang miteinander, Selbstkritik, Humor und Solidarität als probate Mittel.

Und vergessen wir nicht das Motto der klugen Pinguine: Niemals alleine Losschwimmen!

das editionskollektiv mezzanin stellt sich vor:
"Wir lebm Alle wie in ei''m kolossal'n Roman.

Elohim! Nach jahrelangem Delektieren der Vorzüge kollektiver Diskussionen
und Entscheidungsprozesse wird ein gigantomanistisches, da fragmentarisch-offenes Kapitel aufgeschlagen:
Das Editionskollektiv Mezzanin bemüßigt sich, das literarische Kleinod "Zeitgenössisches Potpourri" mit unterschiedlichsten Texten aus dem kreativ-linksradikalen Umfeld in mit größter Vorsicht zu behandelnder Bälde dem Orkus des Vergessens entgegenzustellen. Nebst diesem furiosen Taumeln zwischen dem blanken Kern zerrissener Sprache und (umgangssprachlicher) poetischer Annäherung an Quellen der Übels und der Inspiration sollen auch noch weitere irgendwo zwischen Idee und Praxis gärende Veröffentlichungen zu höchstaktuellen sowie historischen politischen Fragen folgen, also gebts dem Kollektiv den Namen zurück und sendet Texte, Publikationsvorschläge, Übersetzungen usw. usf. Aus dem entropischen Chaos können wir lediglich ein baldiges Publikationsfest, homepage und
office@deconstruct-it.org (Provi) in Aussicht stellen.

Apropos:

1. warum kollektiv
2. warum text
3. warum revolution

zu 1. in einer zeit, in der immer noch die kapitalistische gesellschaftsformation vorherrschend ist, gilt folgende kleine gegenstrategie:
a) produktionsmittel kollektivieren
b) gemeinsame erarbeitung und austausch von wissen
c) kollektive entscheidungsprozesse erproben
d) einer aufspaltung durch arbeitsteilung durch gemeinsames durchlaufen
eines produktionsprozesses - we dio! (do it ourself)

zu 2. das wort im text, ist für ein revolutionär werden oder zumindest für den kleinen aufstand unverzichtbar. dies gilt zwar nicht für alle gleich, aber im allgemeinen stimmt das bestimmt (ganz sicher!)
a) durch die subversion einer komik
b) durch die subversion einer irritation
c) durch die subversion einer klaren analyse
d) durch die pure agitation

zu 3. weil die ausbeutung uns langweilt, weil die langweile uns ausbeutet!

In diesem Sinne,
Lies doch Bulle, EK Mezzanin