rapidite 01/17 ekh im Jänner 2017

 

zur geschichte >>> SONDERRAPIDITÈ 10 jahre ekh // juni 2000

>>> termine / programmübersicht

artikel, texte, aufrufe:

> Neue Bücher in der BilbliothEKH
> Mitteilung von der Anarchistischen Bibliothek Wien
> Willy*Fred hat Geburtstag/ Kulturverein Fredda
> Wieder Angriffe auf den Kulturverein w23
> Checkliste für Hausdurchsungen

> Aachen / Barcelona: Verhandlungstage für die Anarchist*innen aus Barcelona stehen fest
> Black 3angle - 1\2es Jahr besetzt
Die Rapidite gibts auch auf oldschool-papier, gratis, jedoch hoffentlich nicht völlig umsonst zugeschickt. Schreibt uns einfach ein mail mit eurer adresse an:
rapidite[at].med-user.net, subject: rapidite

 

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Neue Bücher in der BilbliothEKH


* Ines Wallrodt, Niels Seibert (Hg.): Murmeln, Mumbeln, Flüstertüte. Unrast 2016, 128 S.
* Rehzi Malzahn (Hg.): dabei geblieben, Aktivist_innen erzählen vom Älterwerden und
Weiterkämpfen
, Unrast 2015, 256 S.
* Bernd Drücke (Hg.): Anarchismus Hoch 3, Utopie, Theorie, Praxis. Interviews und
Gespräche,2016, 252 S.
* Luis Hernández Navarro: Kommunale Selbstverteidigung - Formen des
bewaffneten Widerstandes gegen Mafia und Staat in Mexiko
, Unrast 2016, 295 S.
* Gerhard Hanloser: Legenden um Entebbe : Ein Akt der Luftpiraterie und seine
Dimensionen in der politischen Diskussion
, Unrast 2016, 350 S.
* Findus, Michael Schulze von Glaßer: Kleine Geschichte der Kriegsgegnerschaft,
Friedensbewegung und Antimilitarismus in Deutschland von 1800 bis heute
,
Unrast 2016, 80 S.
* Guy Standing: Eine Charta des Prekariats, Von der ausgeschlossenen zur
gestaltenden Klasse,
Unrast 2016, 336 S.
* Tunay Önder, Christine Umpfenbach, Azar Mortazavi (Hg.): URTEILE, Ein
dokumentarisches Theaterstück über die NSU-Morde. Mit Beiträgen im Kontext
zivilgesellschaftlicher Aufarbeitung
, Unrast 2016, 248 S.
* Rainer Herrn (Hg): Das 3. Geschlecht, Reprint der 1930-1932 erschienenen
Zeitschrift für Transvestiten
, Männerschwarm Verlag (Bibliothek rosa Winkel -
Sonderreihe Wissenschaft) 2016.
* Hunziker, Sabine: Protestrecht des Körpers, Einführung zum Hungerstreik in
Haft
, Unrast 2016, 108 S.
* Tanja Carstensen, Melanie Groß, Kathrin Schrader (Hg.): care | sex | net | work,
Feministische Kämpfe und Kritiken der Gegenwart
, Unrast 2016, 176 S.
* EZLN: Das kritische Denken angesichts der kapitalistischen Hydra, Beiträge von
EZLN-Aktivist*innen zu Theorie und Praxis der zapatistischen Bewegung, Unrast
2016
, 332 S.
* David Porter: Entfachte Utopie, Emma Goldman über die Spanische Revolution, Unrast 2016, 440 S.
* Angela Y. Davis: Freiheit ist ein ständiger Kampf,
Unrast 2016
, 160 S.
* Natasha A. Kelly: Afrokultur, »der raum zwischen gestern und morgen«, Unrast
2016, 208 S.
* Anonymous: Desert


Komm in die Bibliothekh les rein, borgs dir aus und brings dann wieder.... so einfach gehts.

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Mitteilung von der Anarchistischen Bibliothek Wien


Liebe Nutzer_innen und Freund_innen,
wie viele von euch bereits wissen, gab es in der anarchistischen Bibliothek über Jahre einen politischen sowie persönlichen Konflikt, der immer wieder eskalierte und im Zuge dessen schon etliche Menschen die Bibliotheksgruppe verließen. Auf verschiedenen Wegen versuchten wir diesen Konflikt zu lösen, was aber nicht gelang.
Nachdem der Bibliotheksgründer Eigentumsansprüche erhob, diese als Macht- und Druckmittel missbrauchte und letzten Endes mit rechtlichen Schritten drohte, ziehen wir für uns folgende Konsequenz: Wir gehen. Das Projekt ‘Anarchistische Bibliothek’ ist gescheitert. Die Anarchistische Bibliothek ist somit Geschichte, was bleibt ist die private Sammlung einer Person.
Die endgültige Abwicklung des Projektes wird in den nächsten Wochen und Monaten von statten gehen. Längere Erklärungen folgen.
Wir bedanken uns bei allen Freund_innen und Unterstützer_innen der Bibliothek.

Traurig und wütend,
eure ehemaligen anarchistischen Bibliothekar_innen.

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Willy*Fred hat Geburtstag


Liebe Freund*innen des Hausprojekts Willy*Fred,
heute ist es soweit: Das Willy*Fred hat seinen ersten Geburtstag! Vor genau einem Jahr - am 21.12.2015 - wurde der Kaufvertrag für das erste österreichische Hausprojekt im Syndikatsmodell unterschrieben. Diesen Anlasse feiern wir und möchten wir die Gelegenheit nutzen, euch ein kleines Update darüber zu geben, was sich bei uns alles getan hat!
Im vergangenen Jahr waren wir nicht nur damit beschäftigt tolle neue Mitbewohner*innen zu finden und unsere Hausgemeinschaft zu organisieren, sondern haben auch viel Energie investiert, um im Willy*Fred kulturelle und politische Veranstaltungen zu etablieren. Deshalb freuen wir uns sehr, dass im Herbst ein Kulturkollektiv mit dem wunderschönen Namen „Fredda” gegründet wurde, das alle Initiativen, Projekte und Angebote umfasst, die im Haus Platz gefunden haben. Neben Infobeisl, Kostnixladen und diversen Veranstaltungen soll beispielsweise auch regelmäßig ein Partisan*innen Beauty Café organisiert werden. Im Anhang findet ihr eine kurze Beschreibung der einzelnen Initiativen im Verein und der jeweiligen Idee dahinter.
Neben unseren kulturellen Aktivitäten haben uns vor allem kleinere und größere Umbauarbeiten im Haus auf Trab gehalten. Dabei wurde auch schon neuer Wohnraum geschaffen, ein zentrales Heizungssystem in Angriff genommen und das Erdgeschoss für den kritischen, migrantischen Bildungunsverein “das kollektiv” barrierefrei gemacht. Auch im neuen Jahr werden ein paar Baustellen anstehen, um die Wohn- und Gemeinschafträume im Willy*Fred noch besser nutzen zu können. Deshalb......
CALL FOR ACTION! Da einige Kurzzeit-Direktkredite schon ausgelaufen sind, suchen wir erneut nach sozialen Investor*innen. Daher möchten wir euch bitten interessierten Menschen von unserem Hausprojekt zu erzählen und auf die Unterstützungsmöglichkeit über Direktkredite hinzuweisen. Hierzu können auf unserer Homepage aktualisierte Informationen nachgelesen werden: https://habitat.servus.at/willy-fred/mitmachen/direktkredit/
Solidarische Grüße aus eurem Lieblingshausprojekt,

Die Willy*Fred Gemeinschaft
http://habitat.servus.at/willy-fred/
Willy*Fred hat Geburtstag

 

KULTURVEREIN FREDDA
Im neu gegründeten Kulturverein „Fredda“ möchten wir auch Menschen außerhalb
des Hauses einladen die im Willy*Fred geschaffenen freien Räume für sozio-kulturelle und
politisch unabhängige Aktivitäten zu nutzen. Dabei dienen uns das Gassenlokal und
die Kellergewölbe als Schnittstelle nach Außen und eröffnen viele Möglichkeiten für
Austausch, Vernetzung und Eigeninitiative:

Infobeisl:
Das Infobeisl ist vor allem ein Ort für das gemütliche Zusammensitzen bei Tee, Bier
oder Kracherl, gemeinsames Vokü kochen, Essen und quatschen. Es soll aber auch
Raum für den politischen Austausch eröffnen. Deshalb finden hier regelmäßig Vorträge,
Filmvorführungen und Diskussionsveranstaltugen zu aktuellen gesellschaftspolitischen
Themen statt. Und für die tägliche Dosis Rebellion wird Kaffee von zapatistischen
Kollektiven aus Mexiko angeboten.
Fragen zum Infobeisl bitte direkt auf: infobeisl@riseup.net

Kostnix-Laden:
Im Willy*Fred ist uns Nachhaltigkeit wichtig, deshalb wollen wir mit dem Kostnixladen
ein Statement gegen Konsumzwang und Wegwerfmentalität setzten. Kleidung, Geschirr
und andere gut erhaltene, noch hochwertige Dinge, die nicht mehr gebraucht werden,
können einmal in der Woche im Laden abgeben werden. Dafür darf dann wieder etwas
mitgenommen werden. Natürlich ist es auch möglich durch den Kostnixladen zu stöbern
und sich etwas auszusuchen, ohne dass dafür etwas gebracht werden muss. Wir wünschen
uns aber, dass ganz viele Menschen etwas von dieser Idee haben, deshalb können nur ein/zwei
Sachen auf einmal mitgenommen werden.
Für den Kostnixladen werden noch aktive Mitglieder gesucht. Alle Anfragen für den
Kostnixladen, bitte direkt an: kostnix@servus.at


Nets.Werk:

Es freut uns sehr, dass es inzwischen eine Kooperation mit dem Linzer Nets.Werk
gibt, die Bio-Kisterl mit regional angebauten Lebensmitteln vertreiben und mit
den Landwirten in der Umgebung zusammenarbeiten. Die Kisterl können individuell
zusammengestellt und jeden Freitag von 12 bis 15 Uhr bei uns im Gassenlokal abgeholt
werden.
Hier der Link zur Homepage: http://www.netswerk.at/linz-urfahr/


Partisan*innen Café
Der Verein für kritische Bildungsarbeit „das Kollektiv“ wird ab Januar 2017 einmal
wöchentlich ein Partisan*innen Beauty Café anbieten. Hier stehen ebenfalls der Austausch
und das gemütliche Beisammensein im Vordergrund. Es ist gleichzeitig ein Raum der
kritischen Auseinandersetzung und der Widerständigen Organisation. Zusätzlich kann sich
im Rahmen des Cafés jede*r mit seinen*ihren besonderen Fähigkeiten einbringen. Angedacht
ist der Tausch von Leistungen, es wird z.B. eine Nähwerkstatt geben oder die Möglichkeit
sich die Haare schneiden zu lassen. Das Partisan*innen Beauty Café ist für Alle offen,
will aber ganz besonders für geflüchtete Frauen ein Raum des Zusammenkommens sein.

 

 

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Wieder Angriffe auf den Kulturverein w23

Die Anzahl rechtsextremer, rassistischer und antisemitischer Angriffe steigt. Überall. Auch in
Wien. (Neo-)Faschistische Ideologien haben derzeit Rückenwind und das äußert sich nicht “nur” in
Online-Hetze und Kampf- und Kriegsrhetorik in tagespolitischen Auseinander-setzungen. Immer mehr
Rechtsextreme und Neonazis nehmen “den Kampf fürs Abendland” in die eigene Hand und schreiten
zur Tat.

Kulturverein w23 erneut Ziel eines Angriffes Im Herbst feierte der Kulturverein w23
sein zehnjährige Bestehen. In den Räumen des Kulturvereins w23 finden regelmäßig
Diskussionsveranstaltungen, Filmabende, Lesungen, Workshops und vieles mehr statt, außerdem gibt
es die “Bibliothek von unten” und das “Archiv der sozialen Bewegungen”.

Nach einer Vielzahl „kleinerer Vorkommnisse“ wurde am Wochenende des 26./27. November ein
schwerer Eisenrollbalken im Eingangsbereich zerstört.
Anscheinend wurde mit massiven Kraftaufwand versucht sich Zutritt zu verschaffen und einen
größt- möglichen Schaden zu verursachen. Um den Hass auf politische Gegner_innen und politisch
Andersdenkende noch weiter Ausdruck zu verleihen - oder um sich - wie es in rechten Kreisen oft üblich
ist - gegenseitig zu versichern “dass mann Eier in der Hose hat” - wurden auch noch Eier durch den
entstandenen Spalt geworfen. Die Schlösser der anderen Rollbalken wurden zudem mit einschlägigen
Naziaufklebern versehen und insgesamt ein Sachschaden von mehreren tausend Euro verursacht.
Wir müssen uns wiederholen

Wie schon in einer Stellungnahme im Oktober festgehalten:
Seit ihrer Eröffnung vor zehn Jahren ist die w23 - so wie andere linke Locations und Kulturvereine
- immer wieder Ziel von (Neo)Nazis und anderen geworden, die sich durch die bloße Existenz von
linken Projekten oder “dem Anderen” bedroht fühlen.
Während es in den ersten Jahren verhältnismäßig ziemlich ruhig war, kam es durch die verstärkten
Aktivitäten von Alpen-Donau.info und anderen neonazistischen Gruppierungen zu einer Häufung von
Vorkommnissen rund um die Vereinsräumlichkeiten.

Aus den Angriffen auf die Räume wurden dann Angriffe auf Menschen:
In der Nacht vom 25. auf den 26. Oktober 2008 stürmte ein Trupp von zehn maskierten Neonazis die
Räumlichkeiten und begann wahllos in die Menge der anwesenden Personen zu prügeln. Dieser geplante
Angriff konnte schnell abgewehrt und Schlimmeres verhindert werden. Dennoch gab zwei Leichtverletzte
und geringen Sachschaden.

In den letzten Monaten steht der Kulturverein w23 wieder verstärkt im Fokus von Rechtsextremen,
Neonazis und Neofaschist_innen. So wurden immer wieder gezielt Aufkleber einer Neonazi-Hooligan
Gruppe geklebt und beispielsweise die Schlösser manipuliert. Im September gab es im Eingangsbereich
der w23 - ebenso wie auf die “Anarchistische Buchhandlung” und den “Muslim Lifestyle Shop”
- eine Attacke mit Kunstblut. Diesmal wurde mit massivem Kraftaufwand der stabile Metallrollbalken
zerstört.
Diese Angriffe und Attacken sind Einschüchterungsversuche.
Sie sollen Angst schüren und ihren politischen Gegner_innen das Gefühl
der ständigen Bedrohung vermitteln. Sie sind eine logische Folge des autoritären gesellschaftlichen
und politischen Klimas. In den letzte Jahren sind die Aktivitäten von neofaschistischen und anderen
rechtsextremen Gruppen massiv angestiegen, sie sind selbstbewusster geworden und fühlen sich in einer
zunehmend autoritären und rassistischen Gesellschaft sicherer und bestärkt.

Bei all der notwendigen Auseinandersetzung mit Angriffen auf die eigene Infrastruktur, wollen wir
eines festhalten: All diese Attacken sind in einem größeren Kontext zu sehen. Wenn rassistische Hetze
zur Tagesordnung gehört, Brandanschläge auf Unterkünfte von Geflüchteten immer häufiger und
faschistische Kontinuitäten zum “Grundkonsens” einer Gesellschaft werden, fühlen wir uns in der
Notwendigkeit unserer Arbeit bestätigt. Wir halten es daher für unerlässlich, den Blick auf die herrschenden
Zustände zu richten und sich gegen die rassistische und faschistische Normalisierung generell zu stellen.

Smash Fascism!

P.S.: Alle Vorträge und Diskussionen finden wie geplant statt, die “Bibliothek von unten” und das
“Archiv der sozialen Bewegungen” haben wie gewohnt offen.

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HAUSDURCHSUCHUNG
Keine Panik! - Hier findest du u.a. eine Checkliste für den Fall einer Hausdurchsuchung.

Für Hausdurchsuchungen sind prinzipiell Hausdurchsuchungsbefehle, die von einem/einer UntersuchungsrichterIn unterschrieben sein müssen, notwendig. Ausnahme: Gefahr im Verzug, Anwesenheit von mindestens vier Menschen ohne österreichischem Pass, Verdacht auf Anwesenheit einer Person ohne Aufenthaltsbewilligung.
Die BewohnerInnen dürfen bei der Hausdurchsuchung anwesend sein: versuche (möglichst bevor du die Türe öffnest) eineN Nachbarin, FreundIn u/o eineN AnwältIn zu erreichen. Lass dir jeden noch so kleinen Gegenstand, den die Polizei mitnimmt protokollieren.
Unterschreibe das Protokoll nur, wenn du wirklich sicher bist, dass sonst nichts mitgenommen wurde und alles aufgelistet ist, dich die aufgelisteten Sachen nicht belasten (wofür auch immer) und wenn auch sonst keine belastenden Dinge dort stehen. Niemand MUSS etwas unterschreiben.
Tagebücher sind zu versiegeln und dürfen nur von der/dem UntersuchungsrichterIn geöffnet werden: “Will der Inhaber von Papieren deren Durchsuchung nicht gestatten, so sind diese versiegelt bei Gericht zu hinterlegen; auch ist sofort die Entscheidung der Ratskammer einzuholen ob sie durchsucht oder zurückgegeben werden sollen.” (StPO § 145 (2))
Es dürfen nur Gegenstände beschlagnahmt werden die auf dem Hausdurchsuchungsbefehl aufgeführt sind. Wenn angeführt ist, dass Schriftstücke gesucht werden, dann darf die Exekutive nicht den Computer mitnehmen, weil der ist eindeutig kein Schriftstück.
In Wohngemeinschaften dürfen nur jene Räume durchsucht werden, welche die Person, auf die der Hausdurchsuchungsbefehl ausgestellt ist, benutzt.

Checkliste Hausdurchsuchung

Ist die Polizei noch vor der Türe:
> Frage nach dem Hausdurchsuchungsbefehl
> Versuche eine Vertrauensperson zu erreichen, die zu dir kommen kann.
> Kann niemand kommen, versuch wen am Telefon die Hausdurchsuchung mithören zu lassen.
Ist die Polizei in deiner Wohnung:
> Gegen wen richtet sich die HD? - Nur diese Räume sind erlaubt.
>Was wird gesucht? - Nur das ist erlaubt.
> Ein Zimmer nach dem anderen. - Du darfst zuschauen!
> Wirds dir zu privat. - Verlange dass es versiegelt wird.
> Lass dich auf keine Gespräche ein!
> Alles mitgenommene muss genau (!) protokolliert werden.
> Unterschreiben im Zweifelsfall unterlassen. Niemand muss mit der Polizei zusammenarbeiten.
Danach:
> Gedächtnisprotokoll schreiben.
> Rechtliche Beratrung einholen.HAUSDURCHSUCHUNG

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Aachen / Barcelona: Verhandlungstage für die Anarchist*innen aus Barcelona stehen fest

vom 6.12.2016
Das Aachener Gericht hat die Termine festgelegt für die Verhandlung gegen zwei Gefährt*innen aus
Barcelona, die wegen der Enteignung einer Filiale der Pax-Bank in Aachen
im November 2014 beschuldigt werden. Das Gerichtsverfahren beginnt am 23. Januar und insgesamt sind
25 Termine angesetzt.
Die zwei Gefährt*innen wurden jeweils am 13. April und am 21. Juni 2016, in einer repressiven
Operation gegen das Soziale Zentrum Blokes Fantasmas und verschiedene Privatwohnungen verhaftet.
Die Verhaftung wude durchgeführt von den Mossos d’Esquadra (katalanische Bullen) und deutschen
Bullen. Seitdem werden die beiden Gefährt*innen aus Barcelona in den Knästen Aachen und Köln in
Untersuchungshaft festgehalten. Nicht vergessen werden sollte, dass es auch eine dritte Gefährtin aus
Amsterdam gibt, der momentan in einem unabhängigen Verfahren der Prozess gemacht wird, welcher auf
der gleichen repressiven Hexenjagd basiert, die aufgrund von Bankrauben in Deutschland sich durch ganz
Europa gezogen hat.
Von Barcelona aus unterstreichen wir unsere Solidarität und bedingungslose Unterstützung für
diese Gefährt*innen und laden alle Individuen und Kollektive ein zusammen zukommen und sich
vorzubereiten für jegliche neuen Informationen oder Reaktionen zu der Aggression der Staaten gegen die,
die gegen ihre Ordnung und ihr Elend rebellieren.

Die in Deutschland eingesperrten Anarchist*innen sind nicht alleine!
Wir wollen sie in Freiheit!
Wir wollen sie unter uns!


Hier sind die genauen Termine des anstehenden Verfahrens:
23. und 26. Januar
9.,13.,14. und 16. Februar
2.,6.,9.,10.,13.,20.,23.,27.,28. und 31.März
3.,7.,24.,25.,28. April
5., 12., 18. und 22. Mai
für mehr Infos checkt: solidariteit.noblogs.org

 

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Black 3angle - 1\2es Jahr besetzt

Seit dem 04.06.2016 besetzen wir das Gleisdreieck an der Arno-Nitzsche-Straße im Leipziger Süden. Unsere anfänglichen Versuche mit der Bahn ins Gespräch zu kommen, waren erfolglos und wurden nur mit stumpfen Räumungsandrohungen beantwortet. Passiert ist jedoch nichts und wir haben jetzt schon lange nichts mehr von den eigentlichen „Grundstückseigentümern“ gehört.
Auch die Stadt verhält sich bisher ruhig und versucht uns zu ignorieren. Nur einmal hatten wir im Vorfeld einer Stadtratsversammlung, in der es sich unter anderem um das „Black Triangle“ drehte, Besuch von Vertreter*innen der Stadt, der Bahn und dem Leipziger Bullenchef Bernd Merbitz. Dieses Situation war aber kurz und unspektakulär. Es bleiben noch die Nachbar*innen zu erwähnen, die uns zum großen Teil sehr wohlgesonnen sind und ihre Solidarität unter anderem darin ausdrücken, sich nicht über den Lärmpegel bei Veranstaltungen oder täglichem Baukrach zu beschweren. Veranstaltungen gab es einige in den letzten Monaten: Infoveranstaltungen, Solipartys, Workshops und unsere wöchentliche Vokü und Kneipe. Auf dem ehemaligen Bahngelände passiert eine Menge. Viele der anfangs nicht begehbaren Räume wurden nutzbar gemacht, sei es als Gemeinschafts- oder Wohnraum. So entstanden Sportraum, Schrauberhalle, Kneipe, Werkstätten, Küche, Toiletten, Gemeinschaftsraum, Sauna, usw. usf. Doch nach wie vor sind viele Teile der riesigen Gebäude und Hallen nicht oder nur bedingt nutzbar, doch wir arbeiten dran um noch mehr Raum für andere Projekte zu schaffen.
Es ist noch Luft nach oben und Support jeglicher Art ist nach wie vor gerne gesehen.
Am Sonntag den 04.12.2016 versammelten sich etwa 60 Personen in Connewitz, um mit einer kleinen Spontandemonstration durch den Kiez unseren Halbgeburtstag zu feiern. Alles lief nach Plan und wir sagen DANKE!
Unsere Solidarität gilt allen neuen Besetzungen und aktuell bedrohten Projekten! Wir bleiben widerständig und das „Black Triangle“ ist und bleibt besetzt!

 

 

Programm Jänner 2017

 

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Weibafrühstück

Sowie jeden ersten Sonntag im Monat gibt es ein
leckeres veganes Buffet gegen Staat,Patriarchat und (Hetero-)Sexismus.
!!! Austausch erwünscht, purer Konsumismus nicht !!!

 

 

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Sa 07.01. 1. Linksradikaler Neujahrsempfang mit Waving the Guns // Hans-Dieter X // Verderber // Kommando Schimmelkotze

Die Plattform Radikale Linke lädt zum 1. Linksradikalen Neujahrsempfang im EKH. In dekadentem Rahmen wird Platz für Vernetzung und Party geboten und ja, natürlich kann geschossen werden – also lasst die Sektkorken knallen!

LINE UP:
Waving The Guns (http://wavingtheguns.blogsport.de/)
Hans-Dieter X. (https://hansdieterx.bandcamp.com/)
VËRDËRBËR (https://verderber.bandcamp.com/releases)
Kommando Schimmelkotze (https://soundcloud.com/schimmelkotze)

– DJ_ane Set mit *SignifikanT* und b.mx



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Pimmel, Porn und Protest 2.0
Gemütliches Pornoschauen inklusive Vortrag und Diskussion.

Porno kann mehr sein als reine Wichsvorlage: eine Form der Politik, der Kritik und des Protests. Als aktivistische und subkulturelle Praxis und als künstlerische Strategie kann Porno jenseits des Mainstreams gesellschaftliche Normen rund um Sexualität und Körper infrage stellen. Wie das gehen soll, zeigen zwei Kurzfilme fern von flachen Dialogen und dem Cum Shot.

19:00 Medienwerkstatt, 2. Stock

 

 

 

 




 

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Sa 14.01. Scheisse Minnelli // Hanoi // Vacunt // The Great Escape

Seewinkel Noise Factory presents


SCHEISSE MINNELLI
Skate-Yourself-to-Hell-Punk at its finest!
Die Kapelle, die sich in einem Kaff in Oberfranken gegründet hat, bieten einen erfrischenden Mix aus Hau-Drauf-US-Ami-80er-Hardcore, Skatepunk als er noch nicht zu poppigem Geheule verkam und thrashigen Riffs.
Eines ist klar: eine ruhige Minute gibt es bei ihren Shows nicht.
Harten Stoff gegen die Norm, der euch hier um die Ohren gehauen wird.
https://www.youtube.com/watch?v=5bBtC4M_nnQ
https://www.youtube.com/watch?v=jltvXuOuhzA
https://www.youtube.com/watch?v=1e3KdjZkKGY

HANOI
Das ist melidiöser, DIY Hardcore Punk aus Ungarn. „Non-Profit“ steht auf ihren Fahnen und ihr Anliegen ist es, die Underground Szene am Leben zu erhalten. Eine eingehende Stimme beschreit sozialkritische Themen untermalen von schnellem Tempo und markanten Riffs. Ein Muss für alle, die ungeschönten, kompromisslosen Hardcore lieben!
https://www.youtube.com/watch?v=aMBoYwOXegk
https://www.youtube.com/watch?v=xcWwA56BDsE
http://hanoi.bandcamp.com/

VACUNT
Geboten wird ein eindeutig in der alten Schule verwurzelter,schnell vorangetriebener HC-Punk, der jedoch originell und nicht traditionell daherkommt, und inhaltlich jenseits des Plattitüdenuniversums rangiert.
Live sind die Fünf Linzer seit über 15 Jahren ein Erlebnis.. also: Fuck the Fakes!
https://www.youtube.com/watch?v=V1gl3MYYxZU
https://www.youtube.com/watch?v=MZ0baG4sxOA
https://vacunt.bandcamp.com/

THE GREAT ESCAPE
Geradliniger, kompromissloser, mitten-in-die-Fresse old school hardcore/punk aus Linz.
Wenn die Jungs in den Songs alles in maximal zwei Minuten sagen können, können wir das hier auch!
no ages – no dresscodes!

 


 

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Sa 21.01. SoliLa! Soliparty

musikalisches:
* REHA

* DownDox [Fabolös und noch dazu galaktisch brillieren die in die Jahre
gekommenen Teenager an einer Vielzahl halberlernter Instrumente und
singen was die Lungen hergeben. Ratzungslos, onitionslos und hanlos
versuchen die DownDox dieser Losigkeit mit klingenden Rythmen und
fesselnden Texten zu begegnen und im Scheitern wie Phönixe aus der Asche
die Bühne zu ihrem Spielplatz zu machen.]

* Susi Molotov [Susi Molotow macht mit Schlagzeug, Gitarre und Geschrei
zu zweit punkigen Lärm, mit Melodien die im Ohr hängen bleiben.Die
Kritik an der Gesellschaft und deren Normen ist grundsätzlicher
Bestandteil der Lieder. Mit Musik machen Wut loswerden und alles
rausschreien. Verschwitzt und behaart gegen Macker! →
susimolotow.noblogs.org/]

* Promized Paradize [sweetcore]

+ Burger
+ Cocktails gemixt mit dem Cocktail-Rad
+ Tombola
+ Kräuter vom Feld

SoliLa! Ist ein Landwirtschafts-Kollektiv in Wien (aktuell in der
Lobau). Unser Ziel ist die (Wieder-) Aneignung von Ressourcen, Wissen
und der Fähigkeiten, um selbstbestimmt Gemüse produzieren zu können. Das
Gemüse wird an den offenen Feldtagen aufgeteilt oder verschenkt.
Die Einnahmen der Soliparty dienen der Deckung laufender Kosten, sowie
der Finanzierung einer supertollen Fräse, für deren Kauf wir uns letztes
Jahr Geld geliehen haben.
Mehr Infos: solila.blogsport.eu

Eintritt: freie Spende, los geht’s um 21:00

 

 

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ABC – Schreibwerkstatt
Medienwerkstatt, EKH, 26.01.2017 | 18:00 – 20:00 Uhr

Mit Ende Jänner findet zum ersten mal die neue ABC Schreibwerkstatt statt. Wir finden es wichtig unseren Genoss*Innen, Gefährt*Innen und Freund*Innen, die aus unterschiedlichen Gründen in Knästen sitzen Solidarität zu zeigen und sie wissen zu lassen, dass sie nicht alleine oder vergessen sind.
Eine gute Möglichkeit ist es ihnen Briefe oder Postkarten zukommen zu lassen. Briefe und das Wissen, dass mensch nicht vergessen ist, können in dieser grauen Gefangenschaft die Welt bedeuten. Leider glauben noch immer zuviele Menschen in unseren Bewegungen, dass Knast sie nicht betrifft, wobei es klar sein muss, dass Knast alle betrifft.
Auf der einen Seite als die ständige Droh- & Kontrollfunktion dieser kapitalistischen Gesellschaftsordnung. Als ein Ort wo wir niemals hin wollen und dessen reine Existenz uns schon unterdrückt.
Und auf der anderen Seite auch als reale Reaktion des Staates auf unsere Kämpfe für eine freie Gesellschaft, eben ohne diese einsperrenden Institutionen.

Mit der Schreibwerkstatt wollen wir mehr Menschen ermutigen Briefe an Gefangene zu schreiben. Dafür stellen wir euch gerne Material(Papier, Addressen, Kuvere, Postfach, etc.) und auch unsere Erfahrungen zur Verfügung.

Außerdem wird’s auch immer Getränke und kleine vegane Snacks geben.

Solidarität ist eine Waffe!


 

 

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4. 2. 2017 ANTI-FÉNIX SOLI

Konzert-Start 22:00

 TELEFON
_(www.telepunk.wz.cz [1], telepunk.bandcamp.com)_
Ursprünglich (1992-1999) eine von den interessantesten und wichtigsten
punk/hc Bands in Tschechien der 90-er Jahren. Die Bandmitglieder waren
seit Jahren in ihrer Gegend sehr aktiv, unter anderem in dem autonomen
Zentrum VRAH in Rožnov pod Radhoštěm. In den späteren Jahren haben sich
3/4 von der Band in COMPLICITÉ CANDIDE wieder getroffen (auch eine sehr
empfehlungswerte Band!) und nach ihrem Ende dann einfach TELEFON
reaktiviert. Kraftvoller hc/punk mit sehr guten Texten und eigenem
Gesicht.

 SEE YOU IN HELL
_(www.seeyouinhell.cz [2], seeyouinhell.bandcamp.com)_
Lauter und wütender HC/punk aus Brno seit 1999. Mit ihrer umfangreicher
Diskografie (inkl. 3 LPs und split EP’s mit Bands wie CROW, SYSTEMATIC
DEATH oder CONTRAST ATTITUDE) und zahlreichen Tours (von Brasilien über
USA bis z.B. Japan), eine von den aktivsten Tschechischen DIY Bands.
Nach fast 9 Jahren endlich wieder im EKH! Nach dem tragischen Tod ihres
Gitarristen Filip Fuchs in Jänner 2016 sind sie jetzt wieder da, mit 2
neuen Gitarristen und neuen Liedern.

 GODOT YOUTH
_(godotyouthpunx.wordpress.com, godotyouth.bandcamp.com)_
Eine relativ neue Band aus Brno (dieses Konzert ist ihre Wiener
Prämiere) mit alten Gesichter – Sänger und Gitarrist von RAPSÖD,
Schlagzeuger von ALIUSTERRA, JESUS CRUST usw. Angepisster politischer
hc/punk.

KORZO
Ein neues Projekt aus Wien, ebenso mit bekannten Gesichter – 1/2 RUIDOSA
INMUNDICIA, 1/4 REPUBLIC OF WASTE. Purer TOTALITÄR/DISCHARGE Rip-off
Scandi-HC mit hasserfüllten Texten auf Tschechisch. Erstes Konzert!
Uaarrrgggghhhhh!

VOLXMASSAKA
_(volxmassaka.bandcamp.com, www.facebook.com/VolxmassakaPogo [3])_
Fürs erste mal live im EKH, lokaler Deutschpunk/Raw Punk Chaos!

+ COCKTAILS
+ THRASH AFTERPARTY

 DIESES KONZERT IST EINE SOLI-PARTY FÜR DIE ANTI-FÉNIX KAMPAGNE!

Mehr als 1,5 Jahr sind vergangen seit die repressiven Kräfte Tschechiens
den mythologischen Vogel Phoenix beleidigt haben, indem sie seinen Namen
für das scharfe Vorgehen der nationalen Bullerei gegen anarchistische,
links radikale, militante tierbefreiende Bewegungen nutzen. Die  erste
Welle  der  Operation  Fenix  begann  am  28.  April  2015.  Am  frühen
Morgen  führte  die  Polizei in mehreren Wohnungen Razzien durch, wie
auch im anarchistischen Zentrum Ateneo in Most, beschlagnahmten viele
elektronische Geräte, inklusive eines Hauptservers, über den viele
anti-autoritäre Webseiten  gehostet  wurden  und  verhafteten  11
Leute.  Am  Ende  des  Tages  klagte  die  Polizei  sechs
Menschen tateinheitlich wegen der Vorbereitung eines terroristischen
Anschlags gegen einen Güterzug, der militärische Ausrüstung
transportierte, an. Drei von ihnen wurden in Untersuchungshaft gesperrt.
Sehr  bald  musste  die  Polizei  ihre  Hauptbeweise  vorlegen  –  zwei
staatliche  Agenten.  Diese  beiden „Agent Provocateur” infiltrierten
eine anarchistische Gruppe, erlangten Vertrauen und initiierten später
die Planung des Angriffs auf den militärischen Güterzug. Sie zeichneten
jedes Treffen und jede Aktivität auf und sobald sie genug Material
hatten, war die Falle gestellt und schnappte zu. Die  Polizei  verhörte
und  zermürbte  viele  Menschen  in  diesen  ersten  Tagen  der
Repression  und sie  hat seitdem nicht damit aufgehört. Dies war das
erste Mal, dass die Tschechische Polizei Methoden des Provozierens gegen
die anarchistische Bewegung anwendete und es war das allererste Mal das
irgendeine organisierte Gruppe wegen Terrorismus beschuldigt und
angeklagt wurde.

 UNSER LÄRM GEGEN IHRE REPRESSION!
_Mehr info (auch auf Deutsch und Englisch) auf antifenix.noblogs.org_

 

 

 

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"Bleiberecht für alle,
jetzt sofort"