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Demonstration gegen soziale Kontrolle & Repression
26.06.2010
Unter sozialer Kontrolle verstehen wir alle Reglementierungen des Staates, seiner
Institutionen, und der innergesellschaftlichen Dynamiken, welche der Disziplinierung des
Individuums, und in weiterer Folge der Aufrechterhaltung der bestehenden Verhältnisse
dienen.
Die Ausweitung der Überwachung im öffentlichen Raum; die Disziplinierungsmechanismen in den Schulen, Universitäten und Lohnarbeitsverhältnissen; die immer strikteren Maßnahmen und Forderungen beim Bezug von Sozialleistungen; Kriminalisierung und Ausgrenzung von 'Fremden' und 'Armen' (immer weitere Verschärfung von Einreisegesezten und Abschiebung, Verdrängung von Unterprivilegierten, Stadtaufwertungsprozesse und 'Bettelverbote',...), die regelmäßigen Schikanen am Arbeits- und Sozialamt; längere Haftstrafen bzw. immer öfter Urteile welche Knast bedeuten; Ausbau der Bestrafungsarchitektur (neue Knäste und
Gerichte); Pilotprojekte mit Fussfesseln; ... die Liste ließe sich und Repression noch weiter fortsetzen. In genau diesen Entwicklungen verdeutlicht sich die Tendenz, welche einen immer enger werdenden Spielraum für uns alle bedeutet.
Die Repressionen und Polizeigewalt der letzten Jahre und Monate sind Teil dieser Tendenz. Der Schauprozess welcher unter dem Vorwurf der Mitgliedschaft in einer kriminellen
Organisation gegen 13 TierrechtsaktivistInnen in Wr. Neustadt geführt wird; Verbote von
Demonstrationen und Kundgebungen gepaart mit Prügelorgien der Bullen; die Ermordung von Florian P. und unzählige Übergriffe auf MigrantInnen. All diese Geschehnisse spiegeln sowohl die Repressionsmaßnahmen des Staates und der Polizei wider, als auch die
politische Ausrichtung dieser Praxis, welche bis auf die Knochen autoritär ist, und flankiert von hetzerischen Medienkampagnen ihre gesellschaftliche Legitimation erlangt.
Wir wollen auch jene nicht vergessen, welche aufgrund ihrer Herkunft, oder ihrer Art zu leben, oder aufgrund von Verwaltungsübertretungen (Freifahren etc...), Drogenkonsum,
Eigentumsdelikten, usw. in Knästen und Erziehungsheimen einsitzen. Oder diejenigen, die nach gesellschaftlichen Maßstäben als 'abnormal' gelten und in Psychiatrien eingewiesen werden.
Kontrolle und Repression sind eng aneinander gebunden und greifen ineinander. Es ist ein Spiel mit Ängsten und Sicherheitsbedürfnissen die in der Gesellschaft vorhanden sind. Von den Medien wird dieses Sicherheitsverlangen noch weiter angefeuert, und spielt den
ArchitektInnen dieses Disziplinierungsgebäudes direkt in die Hände.
Der Glaube an den Staat und seine Institutionen, Regeln, Gesetze und Traditionen, die ganze Scheiße die uns täglich eingeimpft wird, und von uns willig konsumiert wird, bietet den Boden für dieses System der Vereinzelung und Paranoia. Willkommen in der Zukunft!
Darum: Scheiß aufs System! Gegen soziale Kontrolle & Repression !
Für eine solidarische Praxis gegen Staat und Polizei!
Treffpunkt und Zeit stehen zur Zeit noch nicht fest!
So watch out for flyers and posters, see you in the streets!!!!
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Repression gegen Anarchist_innen in Buenos Aires, Argentinien
Am Dienstag, dem 27.4.2010 demonstrierte eine Gruppe Anarchist_innen spontan und unangemeldet vor der griechischen Botschaft in Buenos Aires um sich mit Giannis Dimitrakis (seit 4 Jahren einsitzender Anarchist; wegen Bankraubes kürzlich für insgesamt 35 Jahre Haft schuldig gesprochen in erster Instanz) zu solidarisieren. Dabei wurde die Botschaft mit Farbbeuteln beworfen und ein Schriftzug auf der Botschaft angebracht.
Während der Aktion stürmten Polizisten mit scharfen Waffen aus der Botschaft und attackierten mit weiteren wenig später eingetroffenen Ordnungshüter_innen die Demonstration. Das brutale Eingreifen der Polizeikräfte endete mit fünf Verhaftungen und einigen Verletzten, wobei einer der Aktivist_innen die Nacht aufgrund der erlittenen Verletzungen im Krankenhaus verbringen musste. Die festgenommenen Aktivist_innen saßen bis 7.5.2010 in Untersuchungshaft. Vorgeworfen wird Ihnen Sachbeschädigung, Körperverletzung, Widerstand gegen die Staatsgewalt und “Attentat”. Außerdem wird den betroffenen vom zuständigen Richter Bonadio “prepotencia ideologica” angelastet, was in etwa mit der “organisation einer kriminellen/terroristischen Vereinigung” zu vergleichen wäre.
Laut Argentinischem Strafgesetzbuch werden “Mitglieder von Gruppen die ihre Ziele und Ideen mit Gewalt oder durch Einschüchterung erreichen oder durchsetzen” wollen, also die bloße Mitgliedschaft in einer derartigen Gruppierung mit 3-8 Jahren Haft bestraft.
Der zuständige Richter Claudio Bonadio (anscheinend Mitglied der ehemaligen faschistischen Gruppierung “Guardia de Hierro” (eiserne Wächter) ließ die Wohnungen der festgenommenen während ihrem Knastaufenthalt auf “konspiratives” Material durchsuchen und verweigerte die Freilassung der Betroffenen mit dem Argument der “prepotencia ideologica” (siehe weiter oben im Text). Mittlerweile sind die Betroffenen Anarchist_innen wieder freigelassen worden. Allerdings bleibt die Anklage wegen “prepotencia ideologica” weiterhin bestehen. Dies ist als klarer Versuch soziale Bewegungen und politisch aktive, systemkritische Menschen und Gruppierungen zu unterdrücken, verfolgen und einzusperren. Solidarische Aktionen in Mexico, Griechenland, Spanien, Chile und Uruguay zeigten dass die Betroffenen nicht alleine sind in ihrem Kampf gegen Knäste, Staat und Kapital! Dies ist aber kein Zeichen sich beruhigt in den Sessel zu lehnen... Solidarische Praxis, gegenseitige Hilfe und direkte Aktionen sind angesichts der zunehmenden Repression gegen politische Aktivist_innen wichtige Werkzeuge um einem herrschaftsfreien Leben näherzukommen!
la lucha continua // der kampf geht weiter
!!!ACCION DIRECTA Y SOLIDARIDAD!!!
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HAUS und HOFFEST 2010 - 23. - 27.Juni
Nun ist es also soweit und das Ernst Kirchweger Haus hat die 20er Marke erreicht. Um diese lange Zeit zu feiern wird es dieses Jahr, vom 23.6. -27.6.2010, natürlich wieder ein bombastisches Haus und Hoffest der Superlative geben.
Bands von überall aus der Welt kommen angereist um mit uns und bei uns zu musizieren. Menschen aus den entlegensten Winkeln der Erde versammeln sich unter unserem alten morschen Dach um uns durch diverseste Workshops an ihrem Wissen Teil haben zu lassen.
Jeden Tag werden kulinarische Hochgenüsse auf euch warten. Durch innovative und ausgefeilte Spiele werden wir nicht nur eure Lachmuskeln kitzeln sondern auch eure kleinen grauen Zellen auf hochtouren bringen. Wir werden eine Demonstration auf die Beine stellen von denen noch Generationen nach uns sprechen werden.
Und das ist noch nicht einmal alles …. !!!!
Lassen wir den ersten Tag doch mal etwas ruhiger angehen … ach von wegen !!!
Los geht es mit einem Zeitsprung in die wilden 20er Jahre. Herausgeputzt und ausgehbereit erwartet euch ein Meet and Greet mit Sekt und Kaviar – oder besser gesagt veganen Speisen die Mensch zu solchen Anlässen servieren würde. Begleitet von Piano Live Musik und anderen fabulösen Klängen dieser Ära werden wir den Abend in Angriff nehmen.
Gut ausgeruht und voller Vorfreude zittern wir dem ersten Großevent des diesjährigen Festes entgegen. Doch bevor ich zu viel vorweg nehme, lieber alles schön der Reihe nach. Ab ca. 16°° wird sich das Hofbarteam darauf freuen euch mit den kühlsten und besten Getränken den Tag zu versüßen. Und als wäre das noch nicht genug bekommt der Hof ab 17°° auch noch Besuch von ABC Wien, die mit euch Brunchen und Briefe an eure Freunde hinter zu hohen Mauern schreiben wollen. Zusätzlich dazu sind für diesen Nachmittag auch noch ein Tontechnik, ein Stencil und ein Seitan Workshop geplant. Wann alle diese Veranstaltungen genau stattfinden werden erfahrt ihr im Rahmen des Meet and Greet. Der Abend zieht langsam ein doch zum ausruhen keine Zeit. Für alle unter euch die sich für ein Leben mit dem Fahrrad entschieden haben oder einfach nur Bock darauf haben ist ab 19°° eine Alleycat geplant. Falls nun die Frage, “häh,was für ne Katze?”, aufkommt – es handelt sich hierbei um eine Schnitzeljagd (ich hoffe mal dieses Wort ist bekannt) zu Rad. Und da es mittlerweile schon längst dämmert wird es gegen 22°° endlich losgehn … Der ultimative, unvergleichbare und einfach superkalifragilistischexpiallegorische Coverabend. Dieses Jahr sind wie immer einige Highlights geplant. Unter anderem könnt ihr euch auf Crucifix, Motörhead, Schleim-Keim, Pixies und No Doubt freuen … ich denke da brauchen wir nun nichts mehr dazu sagen. Abgerundet wird die Nacht noch mit einer Balkandisco bis in die späten Morgenstunden.
Sososo, dritter Tag schon. Für so einige unter uns dürfte die vorherige Nacht wohl noch tief in den Knochen sitzen doch keine Müdigkeit vortäuschen und ab in den Hof !!! Natürlich gibt es ab 16°° wieder köstliche Erfrischungen an der Hofbar, doch damit nicht genug. Zeitgleich findet ein Grillfest der Superlative und ein Flohmarkt der mit den verborgensten Schätzen zum trödeln einlädt, statt. Zufrieden, satt und das Gegenteil von durstig gehts dann ab zum großen Spiel des Abends – 1,2 oder3 !!! Ja, richtig, das lustige Ratespiel das so manche von uns durch ihre Kindheit begleitet hat sendet diesmal live aus dem EKH Keller! Nachdem ihr euer Wissen unter Beweis stellen konntet geht es jetzt wieder einmal um Musik. Die Bands des heutigen Abend sind Finisterre, Purple Death, Terror Bird und Black Sunday.
Der Samstag – alle unter euch die schon einmal ein Haus und Hoffest besucht haben wissen ja nun schon was auf sie zukommt … nämlich die Demo. Dieses Jahr wird diese um 14°° los gehen und ganz unter dem Motto ”Gegen soziale Kontrolle und Repression” (Mehr dazu findet ihr in dieser Ausgabe). Im Anschluss daran wird es wieder ein Straßenfest geben. Mit Unterstützung der Bikekitchen Wien und diverser anderer HausfreundInnen wird euch ein Riesentwister, Prügelspiele im Sinne der American Gladiators und Fahrradspiele ( Lovely Super Speed Bicycle Disorder)geboten. Musikalisch begleitet wird das ganze von Roy de Roy.Gegen 22°° sollten sich dann alle schon langsam wieder im Haus einfinden und sich mit Bands wie True, Trashedy, Knötaröt und La Ligne Maginot einen schönen Abend machen. Zu später Stunde wird es noch eine Überaschungsband geben …
Und zu guter Letzt – der Sonntag. Wohl einer der Tage die wir ein bisschen gemütlicher angehen lassen wollen. Beginnend mit einer Mischung aus Frühshoppen und Frühstück werden wir den Tag beginnen und einfach auf uns zukommen lassen. Zum totalen entspannen wird es dann sobald die Sonne verschwunden ist noch ein Terassenkino mit dem Film “Rocky Horror Picture Show” geben.
Also, wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen und Einbringen.
DIY or fucking die !!!
Lasst eure Idioten zu Hause !!!
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Polnische Anarchistin unter der Anschuldigung des versuchten Mordes in Holland im Knast
Renata Zezlana ist eine polnische Anarchistin und Veganerin. Sie studierte in Holland, bis sie im April von der holländischen Polizei unter extremster Brutalität verhaftet und in den Knast gesteckt wurde. Sie wurde verprügelt und erniedrigt, ihr wurde veganes Essen und in den ersten 2 Tagen Trinkwasser verweigert. Sie wurde unter schlimmsten Bedingungen in einer Arrestzelle gefangen gehalten. Bis sie schließlich in den Knast in Evertsoord verlegt wurde. Das ist auch ihre aktuelle Adresse. Renata ist von den Geschehnissen traumatisiert und befürchtet eine Haftstrafe von 6 Jahren aufwärts, für den Versuchten Mord an einem Polizeibeamten.
Renata kommt aus Polen, und lebt in Holland um dort zu studieren. Renatas Wohnung grenzt an eine Baustelle für Abrissarbeiten . Schon am Beginn der Abrissarbeiten war es laufend zu Beschwerden gekommen. Sowohl wegen der Verschmutzung durch Asbest, als auch der Lärmbelästigung durch die Bohrmaschinen, welche Risse in den Wänden der angrenzenden Wohnungen zur Folge hatte. Das Abrisshaus und das Gebäude in welchem sich Renatas Wohnung befindet gehören derselben Firma, welche die StudentInnenwohnungen vermietet. Es wurde zwar versprochen, dass die Risse in den Wänden repariert werden, geschehen ist aber nichts.
Nach einem Besuch in Brighton, kam es nach ihrer Rückkehr nach Holland zu einer Auseinandersetzung mit den Arbeitern. Renata warf einen Stein gegen ein Baufahrzeug und es kam von Seiten der Arbeiter zu Handgreiflichkeiten. Eine halbe Stunde später standen die Bullen vor Renatas Wohnungstür. Bei ihrer Verhaftung griff Renata nach einem Küchenmesser und hielt es zwischen sich und den Bullen, der Bulle drehte ihr die Hand um und warf sie zu Boden, so dass Renata fast auf die Klinge fiel. Anschließen wurde sie mit einem Pfefferspray eingsprüht, und mit dem Kopf voran die Stiegen hinuntergeschleift. Im Einsatzwagen wurde Renata am Boden kniend, mit dem Gesicht im Sitz, mit Handschellen am Rücken und ohne Hose in eine Arrestzelle gebracht.
Ihr wurde nicht erlaubt selbst zu gehen. Renata zog sich bei der Verhaftung einige Verletzungen zu unter anderem eingeschnitte Handgelenke und mehrere Prellungen. Ihr wurde die Benutzung sanitärer Einrichtung verwährt, obwohl Renata zu dieser Zeit gerade ihre Periode hatte. Außerdem verweigerten ihr die Bullen veganes Essen, und sie bekam erst im Laufe des zweiten Tages Trinkwasser. Bei einer 15 minütigen Haftprüfung durch eine Klappe in der Zellentür wurde ihr erklärt, dass ihr Aufgrund des Vorwurfes des versuchten Mordes an einem Polizisten der Prozess gemacht werden würde. Renata wurde mitgeteilt sich für ihre Verlegung fertig zu machen. Da aber niemand kam, um sie abzuholen, zog Renata ihre blutbefleckten Sachen wieder aus und hüllte sich in eine Decke. Kurze Zeit später stießen die Bullen die Türe auf und stürzten sich auf sie. Sie zogen ihr einen Sack über den Kopf und fesselten ihre Beine mit Klebeband, ihre Hände wurden ihr mit Handschellen auf den Rücken gefesselt. Auf dem Weg in den Knast meinten die Bullen zu ihr: „Du hast es verschissen.“
Renata wurde lediglich mit einem T-shirt bekleidet, und von der Hüfte an nackt in das Gefängnisgebäude geführt, dort blieb sie vorerst weiter in Isolation. Die Bullen rechtfertigten dies mit Tuberkuloseverdacht, mit der Begründung dass sie aus Polen komme.
Im Knast wurde ihr ein Beruhigungsmittel verabreicht. Mittlerweile ist Renata nicht mehr in Isolation sie ist aber von den Geschehnissen schwer traumatisiert und befürchtet eine lange Haftstrafe. Sie hat ihre Prüfungen verpasst und ihren Job verloren, außerdem muss sie die Kosten für die Universität und den Sprachkurs zurückzahlen.
Ein Auszug aus einem der ersten Briefe aus dem Knast:
„He came into my home and threatened me with violence. I picked up the knife without thinking about what I was doing. Do I really deserve 6 years for trying to save my life? Is this justice? I reveived a beating, I was starved, refused water, tormented, ridiculed, kept in isolation, X-rayed and now locked up. When I am released I will have no education, no where to go, I will be in debt, mentally disturbed and physically destroyed. All because I wanted some peace and quiet in a flat I was paying a lot of rent for. I have lost all hope, I look in the mirror and see death in my eyes. I have lost weight. I'm just skin and bones. I don't know if I'm alive any more.“
Das was Renata passiert ist kann fast allen von uns passieren. Es ist eine ganz normale Reaktion sich zu verteidigen. Renata braucht nun jede nur mögliche Art von Unterstützung. Für weitere Informationen:
http://free-renata-zelazna.webs.com/
http://breakallchains.blogspot.com/
Wenn Ihr Briefe oder Postkarten schreiben wollt, ihre
aktuelle Adresse ist:
Renata Zelazna
Penitentiare Inrichting Ter Peel
T.A.V. Renata Zelazna 7138606 cel 1/10
Paterstraat 4
5977 NM Evertsoord
Netherlands
Die Waffe der Kritik wird die Verhältnisse durchbrechen!
Die Waffe der Solidarität wird die Mauern durchbrechen!
Freiheit für Renata!
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Freiraumdemo Berlin 12.06.2010
Am 12. Juni 2010 wollen wir, zusammen mit euch, für eine andere Organisation der Stadt, für mehr Selbstbestimmung, schlichtweg für eine andere Gesellschaft auf die Straße gehen. Dabei wollen wir nicht bei Forderungen nach bezahlbaren Mieten, einer sozialeren Stadtpolitik oder sonstiger staatlicher Maßnahmen stehen bleiben, sondern für unsere Vorstellungen eines schönen Lebens demonstrieren – Für eine Gesellschaft ohne Diskriminierung und Unterdrückung aufgrund von Ungleichheiten wie z.B.: Geschlecht, Hautfarbe, sexuelle Identität. Für einen Alltag, in dem Hierarchien und Konkurrenz nicht existieren, sondern Emanzipation und Solidarität gegenwärtig sind. Uns ist bewusst, dass das nicht von Heute auf Morgen geschehen kann, sondern ein Prozess ist, aber je öfter wir mit unseren Ideen in die Öffentlichkeit gehen, sei es durch Texte, Aktionen oder eben durch Demonstrationen, umso wahrscheinlicher wird eines schönen Tages die Einlösung dieser Utopie. Wann und wie die Überwindung der gegenwärtig herrschenden Verhältnisse stattfindet, wissen wir nicht, aber wir wünschen uns, dass sie zugunsten einer emanzipatorischen, solidarischen Gesellschaft überwunden werden. Das grauenvolle des Bestehenden wird in den nächsten Wochen wohl noch verstärkt im Alltag präsent sein, wenn am 11. Juni die Männerfußball Weltmeisterschaft beginnt – ein Ereignis, dass einem mal wieder alle Widerlichkeiten des deutsch-nationalistischen Mobs ins Bewusstsein katapultiert.
Was uns konkret dazu bewegt, zu dieser Demonstration aufzurufen, ist unser Unmut über die herrschenden Zustände mit denen wir uns tagtäglich konfrontiert sehen. Sei es, dass wir umziehen müssen, weil wir die Miete nicht mehr bezahlen können, die nervend Bullenpräsenz vor unserer Haustür oder einfach die schlechte Laune der gestressten Menschen in der UBahn – verständlich bei einer 40 Stunden Arbeitswoche. Die Liste ließe sich mühelos fortführen, aber die Zustände, die uns tagtäglich nerven sollen nicht zum Hauptinhalt werden, sondern die Perspektiven und Ideen, wie wir damit umgehen wollen.
16 Uhr Kottbusserdamm/Ecke Mayerbachufer - Berlin
zwischen U8 Kottbussertor / Schönleinstrasse
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Aufruf zum Aktionstag am 19. Juni
Das Verhältnis Knast und Gewalt
Knast bedeutet Unterdrückung, Kontrolle, Ausbeutung und Ausgeliefertsein. Strukturelle Gewalt ist Teil unserer Gesellschaft. Auf ihr beruht unser Rechtssystem. Kein Wunder also, dass sie auch vor den Toren der Knäste keinen Halt macht und sich in Form von individueller Gewalt, wie Misshandlungen und sexuellem Missbrauch, entlädt. Schließer nehmen innerhalb dieses Systems eine entscheidende Rolle ein. Sie sind Teil der internen Hierarchien und verhalten sich entsprechend. Sie wissen, dass sie in ihrer Position Macht über Menschen haben und nutzen diese auch aus. Es gibt immer wieder Übergriffe durch Angestellte der Vollzugsanstalten. Sei es aus reinem Frust, rassistischer Motivation oder im Sinne der Aufstandsbekämpfung. In Frankreich gibt eigens dafür ausgebildete Einheiten wie z.B. die „IRIS“. Sie sind ähnlich ausgerüstet wie die CRS-Einheiten auf den Straßen der Banlieues. Schließer und Personal der Vollzugsanstalten sind, genau wie der Justizapparat und die Polizeibehörden Teil des Problems und nicht Teil der Lösung.
Knast und Prekariat
Weltweit sitzen Millionen Menschen hinter Gittern. Ein großer Prozentanteil wird auf Grund von Eigentumsdelikten, wie z.B. Diebstahl oder Raub, weggesperrt. Also wegen angeblicher Vergehen, die sich bewusst oder unbewusst gegen die Eigentums- und Verwertungslogik des Kapitalismus wenden und den Weg zum „Wohlstand“ abkürzen sollen. Andere können sich die Miete nicht mehr leisten oder landen wegen mehrmaligen Schwarzfahrens im Bau. Nach wie vor ist der Knast auch ein Mittel zur Zerstörung von Klassenbewusstsein und Schaffung von Milieus ohne Bewusstsein für ihre Lage. Äußere soziale Kontrolle, wie etwa durch Ämter und Behörden, macht eine bessere Überwachung und Disziplinierung nach der „Entlassung“ möglich. In der US-amerikanischen Studie „How unregulated is the U.S. Labor Market?“, wird der Ausbau der Vollzugsanstalten, zu Gunsten der Arbeitslosenstatistik, begrüßt. Diese Idee, kombiniert mit einer „Null Toleranz Politik“, die Haftstrafen schon bei kleinsten Vergehen fordert, stößt in Europa auf Anklang. Noch steckt die Entwicklung der Gefängnisses als Mittel der Arbeitsmarktregulierung in den Kinderschuhen.
Knast und Migration
Migrant_innen leiden unter dem Druck der globalen Sicherheitsgesellschaft. Viele von ihnen sterben schon bei dem Versuch Europa oder die USA zu erreichen. Jene die es schaffen, die hochgerüsteten Grenzen zu überwinden, werden innerhalb dieser verfolgt, in Lagern inhaftiert und erkennungsdienstlich behandelt, z.B. mittels SIS 1 oder SIS 2. Gedemütigt und zum Teil schwerst traumatisiert, warten sie nun auf ihre Abschiebung in bittere Armut oder den sicheren Tod. Auch Todesfälle vor oder während der Abschiebung sind keine Seltenheit. Im Rahmen der Neuorientierung europäischer Sicherheitspolitik soll es zu einem weiteren Ausbau der vorgelagerten Abschiebeknäste, in den sog. sicheren Drittstaaten, und zu einer besseren Erfassung und Eindämmung der Migrationsströme kommen. Um dieses Ziel zu erreichen wird auch vor der Zusammenarbeit mit Diktatoren, wie Gaddafi, kein Halt gemacht. Den Menschen, die die globalen Krisen am meisten zu spüren bekommen, bringt dieses Vorgehen mit „Sicherheit“ ein Leben in Angst, Verfolgung und Gefangenschaft.
Psychiatrie, der weiße Knast
Neben den Gefängnissen für „übliche“ Kriminelle gibt es auch noch jene Zwangsanstalten für „irre“ Menschen, die Psychiatrien. All zu oft wird völlig ohne zu hinterfragen in „Normal“ und „Abnormal“ eingeteilt. Präventiv wird alles was an der Hülle unsere heilen Welt kratzt durch Medikamentierung oder Therapie ruhig gestellt. Unbequemes wird auch hier eingesperrt und weggeschlossen. In einer Welt in der die Schließer ihre Uniformen gegen die subtileren weiße Kittel des Anstaltspersonals tauschen, ist Kritik schwierig und stößt oft auf taube Ohren. Da wo Teile der Medizin beginnen jegliche menschliche Handlung auf die Leitung oder Fehlleitung unserer Synapsen zu reduzieren, beißt sich die Aufklärung in den Schwanz. Ein biologischer Determinismus löst den freien Willen ab. Zur Not wird diese angebliche Erkenntnis durch eine Zwangseinweisung, zum Schutz der eigenen Unversehrtheit, untermauert.
Auch hier gibt es die Tendenz sich selbst als nicht leistungsfähig genug, als minderwertig, einzustufen. Die pharmazeutischen Unternehmen halten in diesem Fall viele Produkte zur Selbstoptimierung bereit. Eine der am häufigsten verwendeten Substanzen ist das Speedderivat Retalin. Es macht leistungs- und aufnahmefähiger und wird an manchen Universitäten indirekt sogar begrüßt.
Dies kommt einer Selbstdisziplinierung auf gezielt neurologischer Ebene gleich. Eine Qualität, die es im Verlauf der Geschichte der „Kerkergesellschaft“ so noch nicht gab.
Knast als Logik der Gesellschaft
Der Knast, in Form von Zellenhaft, trifft also nicht nur solche, die sich ausdrücklich als politische Aktivist_Innen verstehen. Oft gibt es gut funktionierende Solidaritätsstrukturen, die betroffene Menschen, besonders aus linken Kreisen, vor einer Inhaftierung bewahren. Dies ist auch gut so, aber es kann dazu führen, dass schnell vergessen wird, welche Logik hinter diesen Gebäuden aus Stahl und Beton, hinter der Symbiose aus Architektur und Autorität steht. Der Knast ist als Teil eines System des Disziplinierens mittels Strafe zu verstehen auf dem sich unsere Gesellschaft aufbaut. Er ist Ausdruck der Herrschaftsverhältnisse in denen wir leben. Disziplinierung und Selbstdisziplinierung, durch Angst vor Strafe, hält uns in den normierten Bahnen der Verwertung fest. Von den Fabriken, Schulen und Universitäten bis zu den Krankenhäusern, alle produzieren. Die einen Waren, die anderen Wissen, die nächsten Gesundheit bzw. Krankheit. Hierbei sind, wie bereits erwähnt, Architektur und Überwachung eng mit Autorität und Strafe verknüpft. Ein Blick über den eigenen Tellerrand, z.B. in die Organisationsstruktur von sog. Sweat Shops, genügt. Die Zeit der prügelnden Arbeitsaufseher_Innen, die durch die Raumaufteilung der Produktionshallen jeder Zeit den Überblick über die Arbeiter_Innen haben, ist hier nicht vorbei. Sweat Shops sind ein fester Bestandteil globaler Kapitalanhäufung. Bedingt durch menschengemachte Armut und Landflucht hat sich diese Form der Produktion vor allem im globalen Süden ausgebreitet. Ähnlich „unfrei“ und überwacht wie in Haftanstalten, werden die Menschen hier unter unwürdigen Bedingungen und für Hungerlöhne ausgebeutet, gedemütigt und misshandelt.
Aber auch in westlichen Ländern gibt es für Fehlverhalten innerhalb der Produktion ein breite, wenn auch struktureller gehaltene, Palette an Sanktionen. Meist erstrecken sich diese über z.B. Mahnungen, Verweise, Streichung von Sozialleistungen, Kündigungen und Rausschmissen. Innerhalb bestimmter sozialer Schicht können diese aber schnell einen weiteren sozialen Abstieg bedeuten. Sie bringen damit eine Spirale in Gang, die die Kluft zwischen arm und reich, privilegiert und unprivilegiert weiter vergrößert. Ein Rückkopplungseffekt ist der Anstieg sog. Kriminalität. Das System schafft sich sozusagen selbst Anlässe für den weiteren Ausbau von Sicherheit und Kontrolle. Dies ist eine Art von Machtentfaltungsstrategie, welche weniger von bestimmten Personen, als vielmehr von systemischen Eigenheiten hervorgerufen wird.
Die Freude an der freiwilligen Selbstauskunft, besonders der privilegierteren Schichten, via „Web 2.0“ ist eine erschreckende Tendenz der freiwilligen Überwachung. Die europäischen Sicherheitsbehörden haben dies erkannt und wollen die sog. Social Networks, im Rahmen des Stockholmprogramms, für die vorausschauende Kriminalistik nutzen. Auch durch die Gemengelage
Terrorismusbekämpfung und Klimawandel wird bei vielen Menschen der Hang zur Selbstkontrolle und die Forderungen nach mehr Überwachung, Normen und Gesetzen deutlich. Im Windschatten dieser Entwicklungen ist eine präventive Strategie zur Aufstandsbekämpfungen nicht nur geduldet sondern auch erwünscht. Konzepte wie „Managing Crowds“ sollen helfen, künftig zu erwartende Unruhen möglichst im Keim zu ersticken. Selbst die NATO hält die innere Sicherheit und Befriedung für den Schlüssel zu einer „erfolgreichen Intervention“ außerhalb der Mitgliedsstaaten.
Die Zustände „Drinnen“ sind nur die Zuspitzung der Tendenzen „Draußen“. Die Realitäten der „zwei Welten“ innerhalb und außerhalb der Mauern ähneln sich zunehmend. Ein Anstieg der Überwachung, der Armut, des Leistungs- und Anpassungsdrucks ist deutlich spürbar und allgegenwärtig. Die bürgerliche Strafgesellschaft richtet sich, gerade in Zeiten der weltweiten „Mehrfachkrisen“ gegen Unterschichten, illegalisierte Menschen und soziale Bewegungen. Die Zahl der sog. sozialen Häftlinge steigt von Tag zu Tag. Die europäische Sicherheitsarchitektur wird immer weiter ausgebaut. Und fern ab von der Öffentlichkeit schmoren Menschen in Abschiebeknästen. Die Gefängnisgesellschaft ist Realität.
Wir rufen darum am 19. Juni 2010 zu einem Aktionstag gegen die Knastgesellschaft in all ihren Facetten auf.
Lasst uns ein deutliches Zeichen setzen. Zeigen wir in vielfältigen und kreativen Aktionen, dezentral und überall auf der Welt was wir von der Idee der der totalen Kontrolle halten.
Nieder mit allen Knästen weltweit!
Für freie Kommunikation, Bewegungsfreiheit und ein konfliktfähiges Miteinander!
Für die Überwindung der Knastgesellschaft!
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Repression gegen den FC Sans Papiers und Proteste dagegen
Am 29. April fand während des Traings des FC Sans Papiers auf der Marswiese in Wien eine Razzia mit einem Aufgebot von über 100 Polizist_innen statt. Nahezu alle Mitglieder des FC Sans Papiers wurden
dabei kontrolliert und mehrere festgenommen. Nach ihrer Einvernahme wurden 14 Spieler wieder freigelassen, ein Spieler und der Trainer wurden in Schubhaft genommen. Ihnen wurde die Abschiebung noch in der gleichen Nacht angedroht. Nach Bekanntwerden der Razzia und der Festnahmen kam es zu einer Soli-Kundgebung vor dem PAZ Hernalser Gürtel. Als einer der festgenommenen Sans Papiers in einem Kastenwagen der Polizei erkannt wurde, wurde der Wagen blockiert und etwa zwei Stunden an der Weiterfahrt gehindert, bis zusätzlich angeforderte Polizist_innen den Weg freiprügelten. 42 Aktivist_innen wurden vorübergehend festgenommen. Die festgenommenen Sans Papiers wurden vorerst nicht abgeschoben, sondern ins PAZ Rossauer Lände überstellt.
Tags darauf, am 30. April, gab es eine kleine Soli-Kundgebung vor dem PAZ Rossauer Lände, umringt von einem massiven Polizeiaufgebot mit Tretgittern und Videoüberwachung.
Am alternativen 1. Mai Aufmarsch in Linz gabs Solidaritätsbekundungen mit den Sans Papiers. In Wien wurde eine antirassistische Flugi-Intervention beim SPÖ-Mai-Aufmarsch durch ein übertriebenes Polizeiaufgebot verhindert und ein Aktivist kurzfristig festgenommen. Um 13:00 Uhr versammelten sich etwa 200 Menschen zu einer antirassistischen Soli-Demo beim Marcus Omofuma Denkmahl. Die Auftaktkundgebung wurde von der Polizei gekesselt, und die Demo unter Androhung eines harten Durchgreifens unterbunden. Als etwas später einige Aktivist_innen versuchten sich mit Parolen und Transparenten vorm PAZ Rossauer Lände bemerkbar zu machen, wurden sieben Aktivist_innen zur Identitätsfeststellung vorübergehend festgenommen.
Von Anfang an machte die Polizei ein Geheimnis aus den geplanten Abschiebungen. Nichtsdestotrotz drang die Info durch, dass für den Dienstag den 4. Mai eine Frontex Sammelabschiebung nach Nigeria geplant sei. Anlässlich dieser Sammelabschiebung, wurde zu Aktionstagen gegen Abschiebung für den 4. und 5. Mai aufgerufen. Am Mittwoch, dem 4. Mai gab's ab 12:00 eine Kundgebung vor dem PAZ
Rossauer Lände. Dort trafen sich knapp 300 Aktivist_innen. Das PAZ war von der Polizei mit Tretgittern und Großaufgebot an Beamt_innen hermetisch abgeriegelt. Nach einer kurzen Blockade der Rossauer Lände zogen die Demonstrant_innen über Ring und Südbahnhof zum Asylgerichtshof in der
Laxenburger Straße. Die zuständigen Richter_innen waren aber nicht zu sprechen. Kurz nach 15:00 löste sich die Demonstration auf. Ab 19:00 Uhr demonstrierten etwa 50 Leute am Flughafen Schwechat lautstark gegen Abschiebungen und für Bewegungsfreiheit.Trotz der Proteste startete um etwa 20:00 Uhr der von Frontex gecharterte Abschiebeflieger Richtung Lagos, Nigeria. 90 Menschen wurden in Begleitung
von 200 Polizist_innen und unter der Aufsicht von "Menschenrechtsbeobachter_innen" und medizinischem Personal abgeschoben. Neben den beiden FC Sans Papiers wurden 19 weitere Menschen aus Wien abgeschoben. Die restlichen wurden in anderen EU-Staaten "eingesammelt". Am 5. Mai trafen sich mehrere hundert Menschen vor'm Schottentor zu einer weiteren antirassistischen Demo. Sie wurde vor Ort von der Polizei untersagt. Trotzdem starteten vom Votivpark rund 200 Demonstrant_innen zum PAZ
Rossauer Lände los und gingen weiter Richtung Schwedenplatz. Die Polizei stoppte die Demo kurz vorm Schwedenplatz, wo sich die Demo schließlich zerstreute. Einigen Leuten gelang es später noch eine kleine Kundgebung vorm PAZ Rossauer Lände abzuhalten, die für den gesamten Tag angemeldet war.
Laut Medienberichten setzte das österreichische Außenministerium die nigerianische Botschaft in Wien unter Druck, damit diese für Abschiebungen benötigte "Heimreisezertifikate" ausstelle. Die österreichische Regierung plant in den kommenden Monaten die Abschiebung von bis zu 1000 Menschen
nach Nigeria. Über diese, mittlerweile "routinemäßig" mit gecharterten Flugzeugen durchgeführten Abschiebungen dringen nur wenige Infos an die Öffentlichkeit. Die Behörden geben sich bedeckt, um Proteste zu vermeiden. Der Ausschluss der Öffentlichkeit führt dazu, dass begleitende Polizist_innen noch brutaler als bei Abschiebungen mit Linienflugzeugen vorgehen können. Widerstand von abgeschobenen Personen wird unter Anwendung von Gewalt unterdrückt.
Nähere Infos zu diesen Scheußlichkeiten und zu den Protesten dagegen
gibt's auf no-racism.net und at.indymedia.org.
Infos zu den Spielen des FC Sans Papiers gibt's auf fcsanspapiers.org.
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programm im juni 2010
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Mittwoch, 02. Juni
Shades of Grey // Sand Creek Massacre //Post War Depression
Was für ein Abend! Drei geniale Vertreter_Innen des gepflegten Krustenlärms treffen sich an einem Mittwoch Abend im EKH. Das wird ganz großes Kino werden!
Fangen wir mal an mit Shades of Grey. Die konnten auch das letzte Mal als sie zusammen mit Cave Canem spielten schon so richtig überzeugen! Die 2 Jungs und 2 Frauen aus Stockholm machen so richtig geilen melodischen düsteren Crust/D-Beat der einfach alles wegbläst! Gerade nach vorn, aber immer wieder von schweren downtempoteilen durchsetzt. Und die ganze Saitenfraktion teilt sich die Gesangsparts. Dazu noch politische Texte! Wahnsinns band, die mensch einfach nicht versäumen sollte!
myspace.com/shadesofgreylkpg
Dazu noch die wunderbaren Sand Creek Massacre aus Zwolle(nl) die eine ähnliche Kerbe schlagen. Auch Sie waren schon mal zu Gast bei uns, und deshalb freuen wir uns gleich noch mehr, dass sie wieder kommen. Und glaub ich die dritte Tour in einem Jahr die sie auch in
unsere Breiten verschlägt! Zwar sind Vergleiche meistens unsinnig, aber die SCM gehen schon ziemlich in Richtung From Ashes Rise. Richtig genialer melodischer Crust/D-Beat mit abwechselndem Gesang. Dazu sinds auch noch supernette Leute! Alle Daumen hoch!
myspace.com/sandcreekmassacre
Und dann noch Post War Depression aus Karlsruhe. Sind das erste Mal bei uns zu Gast, dürften aber vielen keine Unbekannten sein. Auch hier gehts Richtung Crust/D-Beat aber mit einem Metalleinschlag und Prügelteilen. Auch hier wieder mit mehrstimmigen Gesang. Auch hier: nette Leute + coole Mucke = super Band
www.myspace.com/postwardepression
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Freitag, 04. Juni
ABC Wien Soli
mit Antillectual //Pistol Peng //Scraiste
Das Anarchist Black Cross Wien lädt zu einem wunderbaren Solifest ein. Bereits um 18:00
wird es veganen Brunch und Eis im Hof geben. Um ca. 20:00 werden wir einen
Überraschungsfilm zeigen!
Da wären mal Antillectual aus Nijmegen bzw. Utrecht. Dürften ja vielen bekannt sein, vor
allem auch durch ihren vielzähligen Tourneen durch Europa. Zu Gast im EKH sind sie jedoch
zum ersten mal. Spielen melodischen Polit Hardcore/Punk in Richtung Propaghandi, strike
anywhere und rise against. Aber eigenständig und noch immer DIY!
Verdammt gute Band, und wir freuen uns schon wahnsinnig
www.antillectual.com!
Des weiteren spielen Pistole Peng aus Wien. Recht neue Band, die in Richtung oldshool
Hardcore geht!
Und als dritte Band des Abends werden Scraiste spielen. Hatten ein paar Monate Pause, und
spielen das erste mal in ihrer neuen Besetzung in Wien. Von der Musik gibts chaotischen
düsteren HC/Crust mit Keyboard bzw. Säge!
Aber danach wirds auf alle Fälle Auflegerei und Karaokebunker geben!
Weiters wirds wie immer leckere Vokü, Solicocktails und Infotische geben!
Für weitere Infos:
www.abc-wien.net
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Samstag, 5. Juni
Infoladenfest mit Conexion Musical//Propella//Nautilus
Vor der Sommerpause laden eure Infomaden wieder zum Fest! Und wir haben uns einiges ausgedacht für euch:
Ab 16:00 Uhr wirds vegane Grillerei, Eis und einen Infoladenflohmarkt im Hof geben. Undweil wir unsere Hasen lieb haben, können eure Hunde da leider nicht hin! Vollgestärkt gehts dann zum Fest wo am Abend dann wie immer auch Livebands spielen.
Da wären mal Propella aus Wien. Die zwei Frauen machen coolen Electro/Indie/Rock nach demMotto ”2 Frauen erheben gemeinsam ihre Stimmen”. Gitarre, Bass, Synthies, Drumcomputer
und 2 Stimmen. Poppig, eigenwillig, tanzbar! ”Independent Female Electro”.myspace.com/propellamusic
Dazu noch Conexion Musical Genialer Polit-Hip-Hop aus Berlin, abseits von Mackerscheisseund ToughGuy Shit. Gute Texte, fette Beats und das Herz am richtigen Fleck! Nicht nur fürLiebhaber_Innen von gutem Hip-Hop! myspace.com/conexionmusical
Die dritte Band des Abends sind Nautilus aus Wien, die es schon seit zwei Jahren gibt,
aber leider noch nie im EKH gespielt haben! Glücklicherweise wird dies hiermit
nachgeholt! Super Ambient/Hc/Metal mit Visuals, die sich für jedes Konzert was besondereseinfallen lassen! Mensch darf gespannt sein! myspace.com/nautilusdelmar
Info- und Büchertische, sowie Solicocktails erwarten euch!
Danach gibts noch Auflegerei und auch noch die eine oder andere Überraschung!
Auf euer Kommen freuen sich eure Infomaden!
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Sonntag, 6. Juni
Weibafrühstück
Sowie jeden ersten Sonntag im Monat (übrigens auch in unserer Sommerpause) gibt es ein leckeres veganes Buffet gegen Staat, Patriachat und (Hetero-)Sexismus.
!!! Austausch erwünscht,
purer Konsumismus nicht !!!
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Mittwoch, 9. juni
Masakari // Pyramido// Desecrator
Was für ein Abend!
Wow, Masakari aus Cleveland sind richtig richtig geil! Fetziger D-Beat/Crust der alles
umbläst! Wo mir beim erstem mal anhören ein Grinsen von einem zum anderen Ohr ins Gesicht gewachsen ist! Meistens midtempo mit einigem an Melodien, dann auch wieder abgebremstere Teile, die richtig heftig rüberkommen! Wahnsinnsband! Hörproben auf
myscheiss/masakaripunk, wo es erfreulicherweise auch gleich die ganze EP gratis zum
runterladen gibt!
Dazu Pyramido aus Malmö/Schweden die uns langsam mit einer schweren downtempo Doom Metal Walze überfahren! Die wollten eigentlich schon im Dezember bei uns vorbeikommen, mussten dann aber kurzfristig ihre Tour absagen! Deshalb freuen wir us gleich umso mehr, dass sie diesmal doch vorbeikommen! Ältere Eye hate God Sachen lassen grüssen! Auch hier myscheiss/pyramidodoom
Als dritte Band des Abends kommen noch Desecrator aus Paris dazu! Und von langsam gehtshier auf ganz schnell! Hier gibts astreinen zweistimmigen oldschool Grindcore geboten,der zwischendurch auch mal abgedrehter und einem schweren Metaleinschlag daherkommt! myscheiss.com/desecrator13
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Samstag, 12. Juni
BRECHKERN PANZERSCHOKOLADE 3
language of love/mystery of mankind
அன்பு என்பது நெருக்கமான உள்ளப் பிணைப்பு தொடர்பான ஒரு உணர்வும் அநுபவமும் ஆகும். அன்பு என்ற சொல்லை ஆங்கிலத்தின் "love" என்ற சொல்லுக்கு இணையாகக் கருதினாலும், "love" என்னும் சொல் குறிக்கும் எல்லாப் பொருளையும் "அன்பு" என்னும் சொல் குறிப்பதில்லை. "love" என்பதற்கு ஆங்கிலத்தில் பல பொருள்கள் உள்ளன. பொதுவாக ஒரு பொருள் அல்லது செயலின் மீது உள்ள "விருப்பம்" (நான் பாயாசம் "விரும்பி" உண்பேன்), இருவருடையே காணப்படும் பொதுவான அன்பு, மிக நெருக்கமான "காதல்" உணர்வு வரை பல பொருள்களில் அச் சொல்
பயன்படுத்தப்படுகின்றது. அன்பு என்ற சொல்லுக்குரிய உணர்வும் எண்ணக்கருவும் தமிழுக்குத் தனித்துவமானது எனலாம். இவ்வாறு மொழிகளிடையே "அன்பு" என்னும் பொருள் தரக்கூடிய சொற்கள் குறிக்கும் உணர்வுகள் பலவாறான வேறுபாடுகளைக் கொண்டவையாக இருப்பதால், அன்புக்கு உலகம் தழுவிய வரைவிலக்கணம் ஒன்றைக் கொடுப்பது கடினமானது.
mit dj balli (it), raxyor (us), tech diff (uk), urban failure (sk), tong, kilmou,sendero luminoso?, dj airforce und johnny weissbrot!
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Freitag, 18. Juni
Unterm Pflaster liegt der Strand - Die Beachparty im EKH
Was würde vor der Sommerpause, in der die Pforte der Tanzschule 10 geschlossen bleibt,
mehr zum allgemeinen Vergnügen beitragen als die Einstimmung auf Sonne, Strand und
eiskalte Drinks in Form einer Beachparty im tropisch-mediteranen Ambiente eurer
Lieblingslokalität? Genau. Eigentlich garnichts.
Deswegen laden wir zu einer Sause, wo der Winter und seine hässlichen Überbleibsel
Hausverbot haben und die Abkehr vom Tanzparkett nur durch kurze Regenerationspausen im
Liegestuhl zu entschuldigen ist.
Samba, Salsa und Flamenco in einen Topf gegeben, eine deftige Kelle Reggae dazu, einen
kleinen Schuss Soca. Abgeschmeckt und serviert wird das Ganze mit sommertauglichen Hits
aus allen Epochen und Sparten - fertig ist das Ding. Wenn das Wetter sich unserem Motto
anpasst erwarten wir euch sowieso nicht in Wintermantel und Wanderstiefeln, ansonsten sei
euch trotzdem in Erinnerung gerufen:
Dress up and get one free schnaps
Eure Tanzschule10 - partytime excellent
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Samstag, 19. Juni
Totalickers //Demencia Colectiva // Kurwa Aparata
Das letzte Konzert vor dem Hausfest wird noch einmal ein Kracher.
Da wären zum einem Totälickers aus Barcelona, Spanien. Wie Mensch es von dieser Region gewohnt ist kriegen wir HC/Punk vom Feinsten zu hören. Ich selbst hatte schon einmal das Vergnügen diese Band live zu sehen und dieses Erlebnis will ich nicht missen … also ich denke das ist genug der Worte.
Als 2te Band dieses Abends freuen wir uns auf einen Neuzugang der Wiener Bandszene, Demencia
Colectiva. Ein Vöglein hat mir gezwitschert, dass es sich um Punk handelt. Wie es sich am Ende genau anhören wird bleibt auch für mich eine Überaschung.
Und dann wären da noch Kurwa Aparata. Was soll ich da noch groß schreiben ich denke jede Person die sich ein bisschen mit HC/Punk aus Wien beschäftigt hat kennt diese Band.

jeden Donnerstag - Medienwerkstatt 2. Stock
POLITDISKUBEISL & SUBVERSIVE
KANTINE!!
| jeden ersten Donnerstag
im Monat um 19:00 Uhr finden offene Programmvorbereitungstreffen
(PVT) jeweils fürs nächste Monat statt. Falls
ihr Lust und Interesse habt mitzumachen oder auch nur
eine Veranstaltung vorschlagen wollt, kommts und bringts
euch ein!! |
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|
subversive KANTINE im EKH
Wir betrachten das Verhältnis Arbeit-Kapital als
das zentrale Ausbeutungsverhältnis, dem wir in dieser Gesellschaft
nicht entrinnen können. Was uns interessiert, sind Kämpfe von
Arbeitslosen und ArbeiterInnen gegen die Verschlechterung und für
die Verbesserung von Lebensbedingungen.
Die subversive Kantine als Raum für die Auseinandersetzung über
Kämpfe in aller Welt, also internationale Themen, ebenso mit unseren
konkreten Problemen in der Arbeit, am Arbeitsamt, am Sozialamt; Versuche,
die Aufspaltung in Individuen und/oder konstruierte Gruppen wie AusländerInnen,
InländerInnen, ? zu überwinden; zu gemeinsamem Handeln zu kommen,
diese Verhältnisse zu stürzen.
Wenn Arbeit etwas Geiles wäre, würden die Ausbeuter
sie selber machen!
Geöffnet ist die subversive Kantine jeden 3. Mittwoch im Monat
ab 19 Uhr.
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Donnerstag 03.06.2010 - ABC Wien goes Politbeisl 20 Uhr
Angry Brigade!
Da beim letzten Mal die Aktionen gegen die Abschiebung stattfanden(siehe an andere Stelle!), und dadurch das Politbeisl mehr oder weniger ausfiel wird die Veranstaltung über die Angry Brigade der ABC Wien an diesem Tag wiederholt! Die Angry Brigade war eine anarchistische Stadtguerillagruppe in den frühen 1970er Jahren, anfang der 80er folgten dann weitere Aktionen. Sie führte zwischen 1970 und 1972 in London insgesamt 25 Bombenanschläge aus. Darauf folgte eine noch nie dagewese
Repressionswelle gegen Linke in England. Zahlreiche Durchsuchunge von besetzten Häusern, linken Buchläden usw. 8 Verdächtige wurden festgenommen. Vier von ihnen wurden in einemder längsten Prozesse der britischen Justizgeschichte zu je 10 Jahren Haft verurteilt. Der Rest wurde freigesprochen.
Es wird zwei kurze Filme zur Angry Brigade geben, mit Infos zu ihrer Geschichte, ihren Aktionen und den Prozessen! Danach noch einige Ergänzungen, vor allem zur Wiederbelebunganfang der 80er Jahre. Weiters wird es noch Raum zur Diskussion geben!
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Donnerstag 10.6.2010 Politbeisl 20 Uhr
„Ob Kinder oder keine – entscheiden wir alleine!“
Diskussion und Austausch zum Kinder kriegen, Kinderfreundlichkeit in linken Szenen und feministischen Selbstverständnissen von Müttern
Eine Frau, die sich gegen Schwangerschaft und für eine Abtreibung entscheidet, wird in linksradikalen Szenekontexten meist unterstützt, begleitet und respektiert. Eine Frau, die sich – egal ob alleine oder mit PartnerIn* - ein oder mehrere Kinder wünscht, vielleicht sogar bewusst produziert oder sich bloß positiv auf Kinder bezieht, erntet zumindest skeptische Blicke und sieht sich plötzlich mit einer Reihe antifeministischer Vorurteile konfrontiert. Kinder gelten feministisch betrachtet oft als Rückschritt, Emanzipationshemmer, Problem. Linksradikale Räume sind kaum kinderfreundlich, Politgruppen nicht sehr offen für Aktivistinnen, die ihre Kids mitbringen und allgemein hat der Themenkomplex „Kinder“ in den vor allem jugendlichen Szenezusammenhängen kaum Platz.
Wir wollen zum Thema diskutieren und freuen uns auf eure Beiträge!
Kinderfreundlich ist das Politdisku-Beisl ehrlich gesagt nicht – der Abend wird aber zumindest rauchfrei sein, um Menschen zu ermöglichen ihre Kinder mitzubringen, wenn sie das wollen!
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Donnerstag 17.6. 2010 Politbeisl 20 Uhr
Dimensionen antiziganistischer Vergesellschaftung
Brandanschläge, Pogrome, Morde, ein Versprechen zur ‘Endlösung der Zigeunerfrage’ im EU Wahlkampf oder die Bezeichnung von Kriminalität bei Roma als ‘naturgegeben’ seitens des rumänischen Außenministers: Antiziganismus ist ein europaweites virulentes Phänomen.
Nichtsdestotrotz nimmt Antiziganismus innerhalb von Theorien der Rassismusanalyse eine Paria Position ein. Begriffen als eine Komplementierung des Antisemitismus, sollen im Rahmen des Politbeisels verschiedene Verschränkungen des Antiziganismus zu anderen
Herrschaftsverhältnissen skizziert und die Dimensionen seiner Vergesellschaftung exemplarisch erfasst werden.
Ob sich aus diesen Erkenntnissen ein Begriff des strukturellen Antiziganismus (in Analogie zu einem strukturellen Antisemitismus) ableiten und anhand der strategischen Anwendung dieses Begriffs eine umfangreiche Gessellschaftskritik formulieren lässt, soll ebenso zur
Diskussion gestellt werden, wie die Frage nach einem möglichen Beitrag der theoretischen Erfassung des Antiziganismus für eine herrschaftskritische und antirassistische Praxis zur Bekämpfung und Überwindung antiziganistischer Zustände.
Mittwoch 23.6.2010 - Politbeisl & Subversive Kantine
Im rahmen der infoveranstaltungen im vorfeld der demo gegen repression und
soziale kontrolle am 26. juni 2010 gibt's ein politdiskubeisl subversive
kantine crossover zum thema stzreet art:
Fighting Subalternities - Streets and Walls as a Battlefield
The command over space is a fundamental source of power, the struggle around the public space is a decisive field for the constituency of capitalist society. Many groups try to reach or defend hegemony on the walls and on the streets: For subaltern groups like ethnic minorities,
organized immigrants, radical political groups and social movements,subcultural and art inspired groups like graffiti-writers and street-artists it is the only possibility to communicate with the general public. Different to modern massmedia the street allows a direct answer by everyone and so the street is in that sense the most alternative and the most subversive form of all massmedias (J. Baudrillard, 1978). From the Chicano Movement (Spanish speaking minority in the U.S.A.) in the 60´s of the last century, which used political murals on a large scale to establish an identity and spread knowledge of their own history via the
emergence of New York Graffiti in the 70´s up to the riots in the ban-lieus in France, which are heavily influenced by hip-hop-subculture and graffiti, there is a tradition for subaltern groups to take possession of the streets and walls.
Come and enjoy a gorgeous time travel with many inspiring pictures and
heavy discussion afterwards! German translation will be provided.
Freitag , 25.6., 17.00-19.00
Antispe-Cafe
"Kennen Sie die OGPI? Haben Sie an Demos vor Kleider Bauer teilgenommen?
Was halten Sie von der ALF?" Diese und ähnliche Fragen zu politischemAktivismus werden von der Richterin im §278a-Prozess gegen 13 Tierschutz- und Tierrechtsaktivist_innen immer wieder gestellt. Mit dem Konstrukt der vermeintlichen "kriminellen Organisation", der die Beschuldigten angeblich
angehören sollen, wird eine Vielzahl von politischen Aktionsformen und Meinungen kriminalisiert. In unserem Vortrag wollen wir das an Beispielen thematisieren und diskutieren, welche Auswirkungen diese
Kriminaliserungspraxis in Zukunft auf politische Arbeit haben kann. Der Vortrag findet im Rahmen des Antispe-Cafes der BAT statt, das dieses Mal ins EKH verlegt wurde!
"Bleiberecht für alle,
jetzt sofort" |
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