

WAS SIND INFOLÄDEN? - Inhalte und Struktur - Die Bandbreite der in Infoläden vertretenen Inhalte reicht von Flüchtlingspolitik und Antifaschismus über Feminismus und Gender bis hin zu Repression, Knast und Gefangene, soziale Kämpfe, linksradikale Politik im Allgemeinen, Globalisierung, sowie Internationalismus, Antinationalismus, Drogen, (Sub-) Kultur und vielem mehr (wobei die Reihenfolge nicht hierarchisch und abschließend gemeint ist). Infoläden werden genutzt und getragen von Menschen mit
unterschiedlichsten politischen Überzeugungen aus dem undogmatischen
linksradikalen Spektrum. Hier wurden und werden Informationen zumeist in
Form von Zeitschriften, Broschüren und Flugblättern aber auch Büchern, - Geschichte - In den 80er Jahren (im Osten ab Anfang der 90er) sind in immer mehr Städten in der BRD, aber auch international, Infoläden entstanden. Die Entstehung der Infoläden hängt unter anderem damit zusammen, dass der Austausch und die Diskussion von und über staats- und gesellschaftskritische Themen be- und verhindert wurde und wird. Somit sind Infoläden auch ein Versuch, entgegen der kapitalistischen Verwertungslogik, zu informieren, Machtverhältnisse zu thematisieren und diesen entgegenzutreten. Ein weiterer entscheidender Punkt war und ist auch das immer weiter um
sich greifende Wegfallen von selbstbestimmten, linksradikalen Orten und
Plätzen, in den 80ern vor allem in Form der (ehemals) linken Buchläden.
In den 90ern war dies eher das Wegfallen autonomer Zentren und besetzter - Selbstverständnis - Infoläden begreifen sich als Teil autonomer Organisierung. Sie streben
eine Vernetzung mit Gruppen aus der eigenen Stadt und darüber hinaus an,
organisieren sich aber auch auf regionaler und länderübergreifender
Ebene mit anderen Läden. Zum einen werden so durch diese hierarchisch |
www.u-berg.at Den Kärntner Konsens angreifen! Schluss mit dem Ulrichsbergtreffen! Traditionspflege in Kärnten / Negovanje tradicije na Koroškem Gedacht wird der gefallenen Kameraden und ihrer "anständigen Pflichterfüllung" als Soldaten. Dabei wird der Mythos vom "Kampfes- und Opfertod" für die "Freiheit des Vaterlandes" in beiden Weltkriegen, wie auch im Kärntner "Abwehrkampf", genährt. Im Gegensatz dazu, wurde den Opfer der SS und des verbrecherischen Krieges der Wehrmacht beim Gedenken am Ulrichsberg, der in den letzten Jahren immer stärker als"Europäische Freidensgedenkstätte" hochstilisiert/umfunktionalisiert wurde, bis heute kein Platz eingeräumt. Organisiert und ausgerichtet werden die Feiern vom "Verein für die Heimkehrergedenkstätte 'Ulrichsberg'" (Ulrichsberggemeinschaft), dessen Aktivitäten sich bis in die unmittelbare Nachkriegszeit zurück verfolgen lassen. Die Ulrichsberggemeinschaft stellt einen Zusammenschluss von u.a. dem "Österreichischen Kameradschaftsbund", dem "Kärntner Abwehrkämpferbund", dem "Kärntner Heimatdienst", der "Kameradschaft ehemaliger Gebirgsjäger", dem "Heimkehrerverband Kärnten", Vertretern der "Kärntner Landsmannschaft" und der "Volksdeutschen Landsmannschaft" dar. Eine Schlüsselstelle beim Ulrichsbergtreffen nimmt als ständige
Mitgestalterin des Festaktes die Kameradschaft IV (KIV), eine
Veteranenorganisation ehemaliger Angehöriger der Waffen-SS, ein. Darüber
hinaus veranstaltet die KIV am Tag vor dem Ulrichsbergtreffen
traditioneller Weise eine eigene Begleitveranstaltung in
Krumpendorf/Kriva Vrba, auch als "Krumpendorftreffen" bekannt geworden, "Deutsches Kärnten" / "Nemška Koroška" Anschauliche Beispiele dafür, wie die Kameradschaft über Parteigrenzen
und Generationen hinweg funktioniert, sind Rudolf Gallob, ehemalige
SP-Landeshauptmannstellvertreter, heute Präsident der Mit dem völkischen Deutschnationalismus als grundlegender Ideologie der Ulrichsberggemeinschaft, bzw. ihrer Mitgliedorganisationen, geht die Paranoia vor allem Slowenischen Hand in Hand. Der politische Kampf der PartisanInnen gegen den Nationalsozialismus wird von den VerteidigerInnen der Deutschen Wehrmacht zu einer Kette von angeblich jugoslawisch-nationalistisch inspirierten Verbrechen umgelogen - da klingt noch die "Bandenbekämpfung" der nationalsozialistischen Propaganda nach. Während der bewaffnete antifaschistische Kampf der PartisanInnen in völlig verzerrter Form im "deutsch-kärntner" Geschichtsbewusstsein instrumentalisiert wird, werden andere Kapitel der slowenischen Geschichte Kärntens/Koroškas völlig verschwiegen - z.B. die"Aussiedlung" von ca. 1000 Kärntner SlowenInnen am 14./15. April 1942. Binnen einer Stunde mussten die Menschen ihre Häuser verlassen, sie wurden zunächst nach Ebenthal gebracht, mussten dort die Übergabe ihres Vermögens bestätigen, erhielten eine Nummer statt ihres Namens und wurden weiter in Lager im "Altreich" geschickt. Diese Opfer sind ebenso wenig Teil des "deutsch-kärntner" Gedächtnisses, wie die Toten vom Peršmanhof, wo eine SS-Polizeieinheit noch am 25. April 1945 ein Massaker verübte, dem 11 Menschen zum Opfer fielen. Angreifbare Traditionspflege: Von Mittenwald ... Seit einigen Jahren konfrontieren AntifaschistInnen die Öffentlichkeit mit der mörderischen Tradition der Gebirgstruppe im bayerischen Mittenwald. Zu Pfingsten 2002 gab es zum ersten Mal Proteste von AntifaschistInnen gegen das Treffen und in den vergangenen drei Jahren wurde verstärkt nach Mittenwald mobilisiert: Gegen den Skandal eines Tätergedenkens, an dem sich nicht nur die noch lebenden Täter, sondern auch die Bundeswehr beteiligt; gegen den Skandal, dass unbeirrt an der Mähr von Ehre und Tugend der Gebirgstruppe gestrickt wird; gegen den Skandal, dass antifaschistische AktivistInnen Jahr für Jahr mit Strafverfahren eingedeckt und polizeilicher Repression ausgesetzt werden, während es die bundesdeutsche Justiz bislang noch nicht fertig gebracht hat, auch nur einen einzigen Wehrmachtsoffizier wegen Beteiligung an Kriegsverbrechen zu verurteilen. Die Reaktionen des Kameradenkreises seit Beginn der Kampagne reichen vom
Leugnen der Fakten bis hin zum Versuch, Massaker dadurch zu
legitimieren, dass man sich ja nur gegen PartisanInnen geschützt habe. Dem generationenübergreifenden soldatischen Geist wird seit 2002 von antifaschistischer Seite aber nicht nur durch Protest, sondern auch durch Veranstaltungen mit Überlebenden der Massaker der Gebirgstruppe und PartisanInnen, die dadurch am Ort der Täter eine Stimme erhalten, entgegnet. Das Traditionstreffen ist vom alljährlichen normalen Vorgang zum brisantesten Thema der lokalpolitischen Debatten geworden. ... über Kreta ... Auf Kreta findet jährlich am 20. Mai eine revisionistische Gedenkveranstaltung auf dem "Deutschen Soldatenfriedhof" in Maleme statt. Jahrelang wurde ungestört das faschistische Lied der Fallschirmjäger "Rot scheint die Sonne" gesungen und Kränze mit Texten wie "Treue für Treue" abgelegt. 2005 reisten AntifaschistInnen aus Deutschland nach Kreta, um gemeinsam mit griechischen GenossInnen dem revisionistischen Treiben ein für alle mal ein Ende zu bereiten - die Veteranen mussten schließlich auf ihre traditionelle Gedenkfeier verzichten. Während auf Kreta die Zeiten für Gebirgsjäger nicht mehr so rosig aussehen, wurde der Spuk am Ulrichsberg bis heute nicht beendet. Querverbindungen gibt es aber genügend. So hängt am Ulrichsberg bis heute eine Gedenktafel mit der Aufschrift: "Unseren gefallenen Fallschirmjägern - Treue um Treue - 1939-1945" - lediglich das Hakenkreuz wurde aus dem auf der Tafel abgebildeten Abzeichen der Fallschirmjäger weggelassen. Andere Tafeln am Ulrichsberg erinnern wiederum an die Gebirgsjäger, die, unter Führung von General Ringel, an der Invasion von Kreta beteiligt waren. Ringel war nach dem Krieg nicht nur gerne gesehener Gast am Ulrichsberg, seine Uniform und Erinnerungsstücke lagen bis vor kurzem als traditionsstiftende Andenken in einer steirischen Kaserne des österreichischen Bundesheeres. ... zum Ulrichsberg All dies ging 2005 auch nicht spurlos an der Ulrichsbergfeier vorbei. Unter dem Eindruck der Proteste sah sich der Festredner, ÖVP-Landesrat Martinz, erstmals zu einer teilweisen Distanzierung von anwesenden Veteranen genötigt, als er von einem Unterschied zwischen Wehrmachtsangehörigen sowie Mitgliedern von Waffen-SS und Totenkopfverbänden, sprach. Auch wenn diese Aussagen für hör- und sichtbaren Unmut unter vielen TeilnehmerInnen des Treffens sorgten, steckt hinter solchen Aussagen vor allem der Wunsch das Andenken an die Wehrmacht unberührt zu lassen, während verdrängt wird, dass viele Kriegsverbrechen, wie am Beispiel der Gebirgsjäger nachzuweisen ist, nur unter massiver Beteiligung der Wehrmacht vollzogen werden konnten. Entschädigung für die Opfer / Odškodnine za žrtve Opfer von Wehrmachtsverbrechen haben bis heute zumeist gar keine Chance Entschädigungen zu bekommen, da solche "Kollateralschäden" an ZivilistInnen ins offizielle Geschichtsbild von Soldaten die einer"Kameradschaft", sowie "Ehre und Treue" verpflichtet sind - wie dies beim Ulrichsbergtreffen der Fall ist - keinen Platz finden können. Aber auch, weil die Länder der Täter - Österreich und Deutschland - nicht bereit sind für die Verbrechen der Wehrmacht Verantwortung zu übernehmen. Kein Vergeben, kein Vergessen! / Ne odpustiti, ne pozabiti! Gegen revisionistische Opfer-Mythen! / Proti revizionističnim mitom ožrtvah! Für die Auflösung des Ulrichsbergtreffens! / Za razpustitev
srečanja na Ulrichsbergu! Für die Bestrafung der letzten lebenden Mehr Infos: www.u-berg.at |
Zustimmung wird durch das freiwillige und ausdrückliche Einverständnis aller Beteiligten zu einem spezifischen sexuellen Akt definiert. Zur Erklärung: -Zustimmung ist immer und jedes einzelne Mal notwendig. Diese Bedingungen für Zustimmung schränken weder ein mit wem eine Person Sex haben darf, noch auf welche Art, welche Hilfsmittel dazu verwendet werden, die Anzahl oder Geschlecht bzw. Gender(s) bzw. Gender Expressions der involvierten Personen. Consent is defined as the act of willingly and verbally agreeing to engage in specific sexual conduct. The following are clarifying points: • Consent is required each and every time there is sexual activity. These requirements for consent do not restrict with whom the sexual activity may occur, the type of sexual activity that occurs, the props/toys/tools that are used, the number of persons involved, the gender(s) or gender expressions of persons involved
Rechtsberatung Was wir nun tatsächlich tun können: Was wir auch tun wollen: Öffentlicher Beratungstermin: Jeden ersten Donnerstag im Monat, ab 18 Uhr, in der Bürogemeinschaft Schottengasse; Wien I, Schottengasse 3A/Stiege 1/4.
Stock/Tür 59 Unsere Arbeit passiert ausschließlich kostenlos und ehrenamtlich. Trotzdem benötigen wir jedoch einiges an Geld, u. a. für Fachliteratur oder für Kopier- und
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